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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Montag, 30.05.2016

“Ineffiziente” Menschen haben bei Foxconn und McDonalds keine Chance

Foxconn produziert einen großen Teil der Smartphones und Tablets der Welt und wurde in der Vergangenheit immer wieder wegen der Arbeitsbedingungen oder der hohen Selbstmordrate seiner Arbeiter kritisiert. Nun hat sich Foxconn wie auch viele weitere Unternehmen, die in China in ähnlichen Branchen tätig sind, entschlossen, 60.000 menschliche Arbeitskräfte durch den Einsatz von Robotern zu ersetzen.

Die Automatisierung der Produktion Foxconns könnte das angeschlagene Ansehen der Firma in der öffentlichen Wahrnehmung verbessern, ohne dass sich am Ende aber die Situation bei den verbleibenden Jobs tatsächlich ändern müsste. Typischerweise ersetzen die Roboter auch bei Foxconn zunächst Arbeiter, die einfache, sich wiederholende Tätigkeiten ausführen. Ein Teil der freiwerdenden Arbeiter kann, so das Unternehmen, in qualifiziertere Jobs aufsteigen, die eben (noch) nicht von Maschinen erledigt werden können.

Mindestlöhne könnten diese Tendenz des Ersatzes menschlicher durch Roboterarbeit noch forcieren. Zitiert wird der ehemalige US-CEO von McDonalds, Ed Rensi, der sagt, dass es billiger sei, einen 35.000$-Roboter einzusetzen, anstatt einem “ineffizienten” Menschen 15$ pro Stunde zu bezahlen, damit er Pommes Frites in Tüten füllt.

Hat sich Ed Rensi jemals gefragt, ob er am Ende des Tages ein “effizienter” Mensch gewesen ist?

“Ineffiziente” Menschen haben bei Foxconn und McDonalds keine Chance
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Kommentare 1
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · Erstellt vor mehr als 3 Jahren ·

    Faszinierendes Thema. Lohnt es sich für Jobs zu kämpfen, die ein Roboter effizienter und günstiger übernehmen kann? Gibt es eine moralische Verpflichtung zum Erhalt von Arbeitsplätzen? Am Ende führt scheinbar kein Weg daran vorbei: Wir müssen weg vom Fetisch Arbeit und hin zu einem gesellschaftlichen System, in dem Menschen sich nicht mehr über ihre (Brot)Jobs definieren.

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