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Zukunft und Arbeit

Meike Leopold
Kommunikationsexpertin

Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Seit 2016 selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.

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piqer: Meike Leopold
Donnerstag, 11.05.2017

Höchste Zeit für klare Regeln: EU diskutiert über eine Roboterethik

Warum gibt es eigentlich noch keine Roboterethik und was unternimmt die EU in diese Richtung? Mit dieser Frage hat sich der Deutschlandfunk befasst.

Einerseits möchte die EU beim Thema am Ball bleiben. Sie investiert sehr viel Geld in die Weiterentwicklung der Robotik — 700 Millionen Euro fließen beispielsweise bis 2019 in das Programm „Sparc". Auf der anderen Seite fordert das EU Parlament nun ethische Prinzipien für die Disziplin, die bislang weitgehend eine „Black Box" ist. Zu den diskutierten Vorschlägen für eine Art „Kodex für Kontrukteure" gehören:

Durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz werden Roboter immer „cleverer". Sie sollen kritische Entscheidungen also nicht treffen dürfen ohne eine letzte menschliche Kontrolle. Schließlich können sich auch Algorithmen irren, wenn sie mit falschen oder mangelhaften Daten gefüttert wurden.

Außerdem soll jeder im Sinne der Transparenz Auskunft darüber erhalten können, warum ein Algorithmus eine Entscheidung getroffen hat. Man denke nur an die Möglichkeit, dass Richter auf Basis von Datenauswertungen Urteile fällen.

Auch die Frage nach den Auswirkungen der Robotik auf den Arbeitsmarkt soll noch besser untersucht werden. Bis 2019 sollen immerhin 1,4 Millionen Roboter weltweit hergestellt werden — etwa für den Einsatz im sozialen Sektor.

Zwar hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf der gerade zu Ende gegangenen re:publica in Berlin ein „Ende der Arbeit" durch diese Entwicklungen für undenkbar erklärt und hält auch ein Grundeinkommen für den falschen Weg. Doch die Diskussionen darüber werden so schnell nicht verstummen.

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