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Zukunft und Arbeit

Harvard-Studie über "Hidden Workers" offenbart Handlungsbedarf

Ole Wintermann
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Ole WintermannFreitag, 17.09.2021

Die Harvard Business School hat gemeinsam mit Accenture eine interessante Arbeitsmarktanalyse vorgelegt, die sich mit sogenannten “unsichtbaren Arbeitern” auf dem Arbeitsmarkt (der deutsche Begriff “Arbeiter” ist eigentlich nicht passend) infolge schlechter Unternehmenskommunikation, steigenden Drucks zu schneller Kompetenzentwicklung am Arbeitsplatz und des unreflektierten Einsatzes von HR-Software beschäftigt. “Unsichtbar” (hidden) werden Arbeiter (genauer: und Arbeitssuchende) den Studienautoren zufolge in dreierlei Weise: Erstens handelt es sich um Arbeiter, die einen oder mehrere Teilzeit-Jobs ausüben, eigentlich aber lieber Vollzeit arbeiten würden. Zweitens handelt es sich um Arbeitssuchende, die aber nicht mehr als solche von den Unternehmen wahrgenommen werden. Drittens geht es um Nicht-Arbeitende und Nicht-Suchende, die, würden sie die richtigen Arbeitsbedingungen vorfinden, aber durchaus arbeiten wollten.

Die Studie, die in den USA, UK und Deutschland durchgeführt wurde, schätzt die Zahl der unsichtbaren Arbeiter allein in den USA auf 27 Millionen. Damit gehen den Unternehmen 27 Millionen Kompetenzträger verloren. 

Um dieses Problem, das für die Unternehmen auch aus Gründen der Profitabilität eigentlich nicht in ihrem Interesse liegt, zu lösen, empfehlen die Studienautoren:

"Companies can take several steps to include hidden workers, and in doing so, create a new and valuable pipeline of talent. Chief among them: reforming their approach to talent acquisition overall and developing a customized approach to hiring hidden workers."

Dies bedeutet im Einzelnen, die Stellenausschreibungen einer selbstkritischen Prüfung zu unterziehen, die Umkehrung der automatisierten Negativ-Filter (Welche Elemente im CV sind Ausschlusskriterien) in der HR-Software in Positiv-Filter (Welche Kompetenz wird gesucht?), die Umstellung von der Kosten-Perspektive auf Menschen hin zu einer positiven Asset-Perspektive, die Fokussierung auf bekannte Gruppen unsichtbarer Arbeiter und die Ausrichtung auf den Arbeitssuchenden als “Kunden” des Unternehmens und nicht als Bittsteller.

Das hört sich gut an. Ich habe aber Zweifel, dass in den meisten Unternehmen die Kultur vorhanden ist, um diesen Mind Shift überhaupt zu ermöglichen. 

Harvard-Studie über "Hidden Workers" offenbart Handlungsbedarf

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Kommentare 3
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor einem Monat

    HR-? was heißt das? (unabhängig mal von Assets und Mindshift :- ) ? )

    1. Ole Wintermann
      Ole Wintermann · vor 30 Tagen

      Hallo Cornelia, sorry für die Verwendung der Abkürzung. Es bedeutet "Human Resources" und meint die Personalabteilung. VG

  2. Silvio Andrae
    Silvio Andrae · vor einem Monat

    Danke für den Hinweis auf diese Studie. Ergänzend passt dazu das Buch "Voices from the Valley: Tech Workers Talk About What They Do" von Ben Tarnoff und Moira Weigel. Darin werden sieben Interviews von "hidden workers" präsentiert, die im Silicon Valley arbeiten. Das Buch bietet zwar keine Patentrezepte für das, was als nächstes kommt. Aber der interviewte Koch bringt es vielleicht am besten auf den Punkt: "The near future is gonna be hard. Really hard."

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