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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Freitag, 09.12.2016

Für die Arbeit der Zukunft benötigen wir die Bildung der Zukunft

Andreas Schleicher, Direktor für Bildung und Sonderberater für Bildungspolitik bei der OECD, konfrontiert das traditionelle Schulsystem in seinem Beitrag mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts.

Im althergebrachten Schulsystem wurde Lehrkräften mit Richtlinien und Lehrplänen ein genaues „Rezept“ zur Verfügung gestellt, für das, was sie in den Klassenzimmern zu lehren hatten und dann damit allein gelassen. Es ging vorrangig um das Vermitteln von Wissen. Zukünftig wird es um das gemeinsame Generieren von Wissen durch die Schüler gehen. Die Zukunft muss in die Schulen integriert werden. Das bedeutet, dass Themen / Fächer, Schüler und Lernkontexte zusammen gedacht und verbunden werden müssen – auch verbunden mit realen Kontexten und durchlässig für Angebote und Ressourcen aus dem Umfeld der Schule. War der Unterricht in der Vergangenheit fachbezogen, so wird er in der Zukunft eher Projekt-basiert sein. Waren Schulen in der Vergangenheit hierarchisch organisiert, mit Schülern als Empfänger von Wissen und den Lehrkräften als Wissensmonopolisten, geht es in der Zukunft um Zusammenarbeit und Co-Kreation.

In der Vergangenheit wurden verschiedene Schüler in gleicher Weise unterrichtet. Jetzt geht es darum, der Vielfalt im Klassenzimmer mit differenzierenden Lernangeboten gerecht zu werden. Die Vergangenheit war Lehrplan-zentriert, die Zukunft ist Lerner-zentriert. Die Ziele der Vergangenheit waren Standardisierung und Konformität, das heißt, die Schüler wurden in Alterskohorten unterrichtet, nach dem gleichen Standardlehrplan und alle zur gleichen Zeit bewertet. In der Zukunft geht es laut Schleicher darum, bei den Interessen und Leidenschaften der Lernenden anzusetzen und ihren Lernprozess so zu personalisieren, dass Engagement und Talente gefördert werden.

Andreas Schleicher hatte bereits 2013 bei der #RP13 auf diese Zukunftsherausforderungen hingewiesen. Warum hört die Politik erst immer so spät auf solche Experten?

Für die Arbeit der Zukunft benötigen wir die Bildung der Zukunft
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