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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Donnerstag, 06.10.2016

Fragen zur Zukunft der Arbeit in der Digitalisierung

Dass die digitale Revolution in ihrer transformativen Wirkung der industriellen Revolution gleichkommen wird, zeichnet sich immer klarer ab. Nur: Was bedeutet das für die Arbeitnehmer? Wie können wir diesen Prozess steuern? Diesen Fragen widmet sich ein Interview mit dem Autor Ryan Avent. Von der Automatisierung ersetzte Werktätige werden demnach oft wieder Arbeit finden – aber in schlechter bezahlten Positionen, denn die ungeheure Menge der Freistellungen setzt die Löhne unter Druck. Dabei bedeuten die niedrigen Löhne zugleich eine Grenze der Automatisierung: Wer für die menschliche Arbeitskraft kaum etwas zahlen muss, investiert weniger in neue Technik.

Wie sollen wir als Gesellschaft damit umgehen? Wenn nur noch wenige durch ihre Arbeit ernsthaft Kaufkraft erwerben, bricht die Nachfrage ein: es muss gegengesteuert werden. Mehr Verhandlungsmacht für die Gewerkschaften, Umverteilung von den Reichen zu den Armen, Besteuerung der Produktionsmittel usw.: Wo Gewinne sozialisiert werden, bricht die Diskussion um die Empfänger aus, um Ein- und Ausgeschlossene, und darum, welchen Wert Arbeit über den Lohn hinaus hat – sollen die Bezieher eines Grundeinkommens etwas tun müssen? Wenn ja, was? Klar ist nach Avent, dass der Staat seiner Steuerungsfunktion nachkommen muss. Ein lesenswertes, ausführliches Gespräch zu komplexen Zusammenhängen, das sich für ein grundlegendes Umdenken ausspricht. 

Fragen zur Zukunft der Arbeit in der Digitalisierung
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