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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Freitag, 08.04.2016

Flexibilität? Will ich nicht! Wertewelten Arbeiten 4.0

Eine neue Studie im Kontext des Dialogprozesses des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigt unter anderem: „Flexibilität“ wird in Bezug auf den Wandel der Arbeit überwiegend negativ gesehen. Noch. Denn das gilt vor allem für die heutige Situation, in der viele zum Beispiel die ständige Erreichbarkeit als Belastung erleben. Für die Zukunft wird jedoch erwartet, dass die positiven Effekte zum Beispiel durch eine eigenständigere Wahl der Arbeitszeit dominanter werden.

Die Studie basiert auf Tiefeninterviews mit 1200 Personen in Deutschland. Das Ergebnis zeigt verschiedene, prototypische „Wertewelten“: Von denjenigen, die von der Arbeit vor allem erwarten, sorgenfrei leben zu können, und die im „Feierabend“ eher ihre Ruhe von Arbeitsthemen wollen, bis zu denen, die Arbeit als Mittel der Selbstverwicklung sehen, und die entsprechend auch Digitalisierung als den großen „Ermöglicher“ dieses Ziels umarmen.

Die Studie liefert damit einen Blick auf das, was in der Breite der Bevölkerung an sehr gegensätzlichen und vielfältigen Werten und Bewertungen, Wünschen und Hoffnungen mit Arbeit verbunden wird. Für die Vordenker und Praktiker der neuen digitalisierten Arbeit wirkt vieles sicher rückwärtsgewandt. Aber gerade darum ist die Studie so wichtig: Weil sie die Debatte aus dem Elfenbeinturm der „Fachleute“ holt und uns aufzeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven auf das Thema sind. Daher: Pflichtlektüre für alle, die am Thema arbeiten und auch andere Sichtweisen verstehen wollen. Hilfreich, um in die Diskussion dazu zu kommen: Ein spielerischer Selbsttest, mit dem man sich selbst einer der Wertewelten zuordnen kann, am besten als Pflichtübung für gerade die Zusammenarbeit startende Teams! 

Flexibilität? Will ich nicht! Wertewelten Arbeiten 4.0
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