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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Samstag, 23.04.2016

Ein Drittel der junge Kanadier würde lieber einen Roboter zum Boss haben

(Menschliche) Chefs schlauchen ihre Untergebenen. Chefs sind aber in der Logik heutiger großer Unternehmen funktional gesehen notwendige “Übel”. Sie sind naturgemäß dazu da, Arbeitnehmer ans Arbeiten zu bekommen. Es gibt gute und es gibt schlechte Chefs. Einige erfüllen ihre Aufgaben, ohne Arbeitnehmer zu frustrieren, Lohn zu kürzen oder zu gängeln.

Die in Vancouver, Kanada, ansässige Beratungsfirma Intensions hat rd. 2.000 junge Kanadier befragt. Nikolas Badminton, Futurist und Biohacker, war einer der Interviewer.

Knapp 31 Prozent der Befragten im Alter zwischen 20 und 39 meinten, ein unvoreingenommener Computer könne ethischer und vertrauensvoller sein als ein menschlicher Boss.

34 Prozent wollen gern von einem unvoreingenommen Computer eingestellt werden.

33 Prozent möchten von einem Computer bewertet werden.

26 Prozent können sich vorstellen, von einem Computer gemanaged zu werden.

Die Studie ist eine von vielen, die zeigen: Menschen können sich vorstellen, künftig unter der Führung von Robotern zu arbeiten. Allerdings wurden die Kanadier befragt, ob sie einer “unvoreingenommenen Maschine” vertrauen würden - ein "Nein", so muss man kritisch anmerken, war kaum intendiert.

Badminton geht davon aus, dass künftig HR durch Systeme künstlicher Intelligenz ersetzt wird. Ein Algorithmus könnte menschliche Voreingenommenheit ausschalten. Trotz der positiven Möglichkeiten eines Roboters als Boss müssen wir uns fragen: Ist ein perfekter Boss wirklich so gut? Ein guter Boss kann auf individuelle Bedürfnisse der Menschen eingehen. Ein Roboter macht das eher nicht: Er ist programmiert auf Maximierung von Leistung und Erfolg. Und das betrifft dann wieder “uns” - und die Frage, ob wir uns genau das von einem Boss oder ob wir uns überhaupt einen Boss wünschen.

Ein Drittel der junge Kanadier würde lieber einen Roboter zum Boss haben
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