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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Samstag, 18.11.2017

Die Lehrerin der Zukunft ist in Schweden schon Alltag: Coach statt Wissensvermittlerin

Ähnlich wie mein letzter Piq, der sich mit einem geänderten Rollenverständnis und dem modernisierten Berufsbild der Journalistin befasst hatte, stellt auch der aktuelle Text auf der workfutures-Plattform die Auswirkungen eines veränderten Wertesystems und digitaler Technik an einen traditionellen Beruf in den Mittelpunkt; es geht um Lehrerinnen. Und erneut stellt sich die Frage, wie Arbeitende, die einem gewissen Rollenselbstverständnis und der Tradition ihres Berufs verhaftet sind, mit den Änderungen der Erwartungshaltungen ihrer Umgebung umgehen.

Sind es bei Journalistinnen die sich ändernden Erwartungen der Leserinnen, so sind es im Lehrerberuf die neuen Anforderungen, die Eltern und Kindern an die Lehrerinnen stellen. Kollaboration, Kreativität, kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und vor allem die Transparenz über die Arbeitsweise (und die Qualität) der Pädagogin sind nach Auffassung der Autorin Lisa Gill die Eckwerte einer modernisierten Pädagogik, die sie in der schwedischen Modellschule “Glömstaskolan” in der Architektur und dem schuleigenen Mantra verwirklicht sieht: “I want it to be good for you and I will do what makes you good”.

Der Umgang an dieser Schule ist sehr vom Prinzip der Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Lehrerinnen und Schülerinnen geprägt. Eine Erfahrung, die nach wie vor den meisten Lehrerinnen in Deutschland fremd ist. Auch das gemeinschaftliche Unterrichten ist ein starker Gegensatz zur gegenwärtig noch mehrheitlich vorzufindenden Einzelkämpferinnen-Mentalität der Lehrkräfte an deutschen Schulen. Darüber hinaus wurden Elternsprechtage und nervige Newsletter der Schule abgeschafft und alternative Formen der Kommunikation gefunden.

So stellt Gill fest: “It has been hard for those teachers used to being the stars of the school to transition to a more egalitarian, collaborative way of working.” 

Die Lehrerin der Zukunft ist in Schweden schon Alltag: Coach statt Wissensvermittlerin
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