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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Montag, 11.11.2019

Die einen bezeichnen "Gaming the Algorithm" als Betrug, die anderen als digitale Kompetenz

Ist es eine Form von Betrug oder eine Umgehung von Authentizität, wenn Nutzer versuchen, die hinter der Steuerung der Sichtbarkeit stehenden Algorithmen von sozialen Plattformen für ihre Aktivitäten zu nutzen? Dieser relativ kurze Beitrag auf wired.com stellt damit eine wichtige Frage und vermeidet es sinnvollerweise, vorschnell eine Antwort zu geben. Absolut relevant ist die Frage vor allem für all jene Influencer und Blogger, die darauf angewiesen sind, mit dieser Tätigkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Autorin wirft den Plattformen Doppelmoral vor, wenn diese einerseits vor einem “Missbrauch” ihrer Algorithmen warnen und Mechanismen einführen, die den “Missbrauch” einschränken sollen (so z. B. das Vorgehen von Facebook gegen klickfördernde Überschriften oder “Engagement Bait”), andererseits aber häufig kurze Zeit nach dem Verbot Mechanismen gegen Bezahlung anbieten, die eben genau jede Dynamiken fördern. Auch die großen Medien stimmen zu schnell in den Chor der Plattformbetreiber ein und verurteilen die Suche der Blogger und Influencer nach dem “richtigen” Zeitpunkt von Postings und Engagement und bezeichnen dieses Verhalten als betrügerisch und “nicht authentisch”.

Ein weiterer wichtiger Punkt in dem Beitrag ist die politisch sensitive Frage nach der eigentlich notwendigen inhaltlichen Neutralität der Plattformen. Algorithmen unterscheiden (noch nicht?) nach den politischen Inhalten, so dass ein politisch-extremistischer Aktivismus, der den Algorithmus nutzt, unter denselben Bedingungen agiert wie ein Engagement für ein breites gesellschaftspolitisch wichtiges Anliegen. Soll, kann, darf der Algorithmus diese beiden Aktivitäten unterschiedlich behandeln? Beantworten wir diese Frage positiv, so begeben wir uns meiner Meinung nach in Gefahr, in eine Relativierung politischer Positionen hinein zu geraten, die schon morgen denen schaden kann, die heute davon profitieren. 

Die einen bezeichnen "Gaming the Algorithm" als Betrug, die anderen als digitale Kompetenz
8,6
5 Stimmen
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Kommentare 1
  1. Roman Mahr
    Roman Mahr · Erstellt vor 27 Tagen ·

    In Ergänzung dazu passt ggf. auch ein Beitrag (auch bei WIRED), der sich mit bezahlter politischer Werbung (bei Twitter) beschäftigt. Der Tenor und die sich daraus ergebenden Fragen sind ähnlich.

    https://www.wired.com/...

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