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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Samstag, 19.11.2016

Die digitale Realität kommt nicht in die Schule

Dass es um digitale Bildung in deutschen Schulen nicht sonderlich gut bestellt ist, geht (wieder einmal) aus einer aktuellen Studie hervor. Die Leitfrage: Welche Auswirkungen haben unterschiedliche Lehr- und Lernumgebungen auf den Digitalisierungsgrad von Schülern, Lehrern und Eltern? Über 1000 Lehrer, Schüler und Eltern wurden dazu befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse fasst ein Blog-Beitrag des Co-Piquers Ole Wintermann zusammen. Die klare Schlussfolgerung: Digitalisierter Unterricht kann nur gelingen, wenn Lehr-, Lern- und Lebenswelten ausreichende Schnittmengen aufweisen, also die Schulen über digitale Strukturen und entsprechend ausgebildete Lehrer verfügen und das Curriculum in Sachen Digitales auf dem neuesten Stand ist. Ein zentrales Problem ist die bei Lehrern und Schülern stark unterschiedliche Herangehensweise an das Internet.

Lehrer arbeiten eher mit dem Internet, Schüler im Internet: Letztere nutzen weitaus häufiger soziale Medien und Videoportale zur Vorbereitung und sind überhaupt viel regelmäßiger online. Lehrer verfügen zwar über einen Kompetenzvorsprung im klassischen Umgang mit Computern (von der Druckerinstallation bis hin zur Textverarbeitung), hinken aber dort hinterher, wo es um zukunftsgerichtete kollaborative und kommunikative digitale Fähigkeiten geht. Die Situation ließe sich allerdings korrigieren. Schulen, die sich als digitale Pilotschulen verstehen und über ein Medienkonzept verfügen, schneiden deutlich besser ab – Fortbildungsquote, Ausstattung und Integration digitaler Werkzeuge liegen hier weitaus höher, dem Bekenntnis folgen Taten. Mehr Geld braucht eine „Schule 4.0“ gar nicht unbedingt: mehr Engagement würde schon viel bewegen. Eine Fundgrube interessanter Fakten zum Thema, inklusive Handlungstipps für Eltern, die ihre Kinder unterstützen wollen. 

Die digitale Realität kommt nicht in die Schule
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