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Zukunft und Arbeit

Cornelia Daheim
Zukunftsforscherin
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piqer: Cornelia Daheim
Dienstag, 28.08.2018

Der Bologna-Hochschulreform-Prozess als Fehler

In einem Meinungsstück stellt der Schriftsteller Rolf Schneider seine Sicht auf die aktuelle Lage an deutschen Hochschulen dar. 30 Jahre nach dem Beginn des Bologna-Prozesses sei dieser gescheitert. 

Der Bologna-Prozess begann vor 30 Jahren. Sein Ziel war eine Homogenisierung des Hochschulbetriebs in Europa, unter anderem sollte er das problemlose Gaststudium an ausländischen Bildungseinrichtungen ermöglichen. Vor allem aber ging es um mehr Effizienz und um kürzere Studienzeiten.

Laut Schneider sei bis heute "keines der ursprünglich angestrebten Ziele erreicht", dem Bachelor-Abschluss zum Beispiel fehle die Anerkennung, und "die Verschulung und das Leistungspunkte-System führen, so heißt es, zur Herstellung von Fachidioten". Auch wenn ich dem durchweg negativen Fazit nicht zustimme - grundsätzlich ist ja eine durchlässigere europäische Hochschullandschaft eine sehr sinnvolle Sache -, halte ich gerade die Kritik an der Verschulung für sehr wichtig. Denn dieses Prinzip steht ja eher im Widerspruch zu dem, was auf zukünftigen Arbeitsmärkten stärker gefragt sein wird, wie Eigenorganisation, kreatives Denken, Kooperationsfähigkeit und Problem-Lösen. Zu dieser Frage würde ich mir mehr Reflektion in der Debatte um die Zukunft der Arbeit wünschen. 

Der Bologna-Hochschulreform-Prozess als Fehler
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Kommentare 2
  1. Dirk Liesemer
    Dirk Liesemer · vor 3 Monaten

    Hach ja, er hat ja durchaus Recht mit seiner Kritik, sie ist ja auch nicht neu, aber war das Magisterstudium wirklich so viel besser? Viel wichtiger ist doch, dass es endlich möglich wird, ein paar Auslandssemester problemlos ins Studium zu integrieren.

    1. Cornelia Daheim
      Cornelia Daheim · vor 3 Monaten

      Ich finde ja schon, das war besser! Bin aber bei Dir, dass einfacher zu integrierende Auslandssemester gut wären. Scheint ja nur nicht zu funktionieren.