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Zukunft und Arbeit

Ole Wintermann
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piqer: Ole Wintermann
Dienstag, 24.01.2017

Coworking als Bewegung (und beyond?)

Vor drei Jahren arbeitete Melissa Mesku als Selbstständige noch von zu Hause aus. Fasziniert vom Konzept des Coworking und den positiven Erfahrungen, die sie in Wohngemeinschaften in der San Francisco Bay Area gemacht hatte, stellte sie sich die Frage, ob die alternative Art des kooperativen Lebens nicht auch auf den Geschäftssektor in New York City übertragen werden könnte. Der Arbeit von zu Hause überdrüssig und neugierig auf das Coworking suchte Melissa nach einem kooperativen Arbeitsumfeld, das ihren Bedürfnissen gerecht würde. Daher gründete sie Newworker — eines der größten Coworking Fachmagazine in den USA. Im Interview spricht Mesku über die Bedeutung einer Coworking Media-Community, die sowohl die persönlichen als auch beruflichen Erwartungen erfüllen muss, um relevant zu bleiben.

Coworking ist laut Mesku noch ein recht neues Phänomen und die meisten Praktiker haben sich ihrer Meinung nach relativ eng an das ursprüngliche Konzept gehalten: Die meisten Coworking-Spaces sind kleine, gemeinschaftsorientierte Institutionen, die sich natürlicherweise auf die Integration der geschäftlichen und persönlichen Bedürfnisse ihrer Mitglieder konzentrieren. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass Coworking - als Industrie - mittlerweile von großen Playern dominiert wird, die das originale Coworking-Konzept übernommen und vor allem anderen zu einem Geschäft gemacht haben. Diese beiden Pole werden Mesku zufolge in den kommenden Jahren wahrscheinlich stärker auseinanderdriften. Nach Auffassung von Mesku besteht eine gewisse Gefahr, dass die Treiber der Entwicklung irgendwann von den etablierten Akteuren „eingemeindet" werden und die Bewegung damit ihr Ende findet. Es wäre schade.

Coworking als Bewegung (und beyond?)
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