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Zukunft und Arbeit

Mads Pankow
piqer: Mads Pankow
Donnerstag, 08.12.2016

Boreout ist der neue Burnout — wie sich Angestellte kranklangweilen

Alle sind gestresst, am Limit, eigentlich schon überfordert. Der Job verlangt alles ab — bis zum Burnout. So lautet der Topos moderner Arbeit. Schaut man jedoch wie Jan Guldner (in Die Zeit Nr. 49 vom 24. November) auf die Praxis, lauert die größere Gefahr im Boreout — dem Versagen aus Langeweile.

Kompetente und motivierte Mitarbeiter seien häufig unterfordert, da ihre Kompetenzen durch ihr Stellenprofil nur selten oder gar nicht abgerufen würden. Wer aber Freude an seiner Arbeit habe, werde dadurch häufig frustriert. Gefühle von Überforderung und Verblödung kommen auf. Laut Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fühlten sich 13% der deutschen Arbeitnehmer in ihrem Job unterfordert, das sind 5,7 Millionen.

Besonders in großen Unternehmen gelänge es selten, alle Stellen mit sinnstiftender und anspruchsgerechter Arbeit auszufüllen. Das führe jedoch nicht nur zu Frustration, sondern berge auch Gefahren für Arbeitnehmer und Unternehmen, denn Langeweile fördere die Risikobereitschaft. Gelangweilte nehmen, laut einer Studie mit amerikanischen Highschool-Schülern, häufiger Drogen und fahren riskanter Auto. Auch psychosomatische Leiden können Langeweile erzeugen. Sogar die Selbstverletzungsbereitschaft steige.

Doch die Rettung nahe mit der Digitalisierung, beruhigt Jan Guldner am Ende des Artikels. Mit der Automatisierung würden monotone und langweilige Tätigkeiten an die Maschinen abgegeben und der Mensch könne sich auf inspirierende und sinnstiftende Arbeit konzentrieren. Ich (M.P.) bin mir da weniger sicher. Schaut man auf die Vorhut zukünftiger Arbeitsverhältnisse im Plattformkapitalismus, gerade auf den Clickworking-Plattformen wie Amazons Mechanical Turk oder clickworker.de, verspricht die Zukunft der Arbeit vor allem monotone Tabellenformatierung und Datensatzsortierung — gähnende Langeweile also.

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