Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Zukunft und Arbeit

Gabriela Westebbe
Diplom-Kauffrau, Wirtschaftspsychologin, eDidaktikerin
Zum piqer-Profil
piqer: Gabriela Westebbe
Mittwoch, 19.04.2017

Another Break through the Wall

Eine Ende März veröffentlichte Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die sich mit den Herausforderungen der Heterogenität für Schule und Unterricht beschäftigt, wirft erneut ein unrühmliches Licht auf unser Schulsystem und den praktizierten (Frontal-)unterricht.

Miriam Vock, Professorin für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung an der Universität Potsdam und Mitverfasserin der Studie, spricht sehr deutliche Worte, wenn sie die Mehrgliedrigkeit unseres Schulsystems kritisiert und ausführt, dass der Übergang - wie seit langem bekannt - weder leistungsmäßig noch sozial gerecht verläuft und wie in anderen Ländern auch abgeschafft gehört. Sie führt weiter aus, dass mittlerweile erwiesen ist, dass Intelligenz sich mit den Herausforderungen entwickelt und guter Unterricht dementsprechend individuell zu gestalten ist. Auch ein gleichförmiges Absenken des Niveaus entsprechend der drei Schularten ist mit diesen Ergebnissen nicht weiter vertretbar: „Die Intelligenz ist davon abhängig, ... ob man als 10-jähriges Kind auf das Gymnasium oder die Hauptschule wechselt."

Heterogenität ist kein neues Phänomen und kommt nicht erst heute - wenngleich heute verstärkt - mit der zunehmenden Migration auf die Schulen zu. Heterogenität hat es immer gegeben. Jedes Kind ist anders. „Der Umgang mit Unterschieden ist Kernauftrag der Schule.“

Es ist deshalb eindeutig die Aufgabe der Schule, sich den Ansprüchen der Binnendifferenzierung zu stellen. Das ist eine komplexe Aufgabe, die von manchen ein radikales Umdenken erfordert. Gefordert ist eine Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams. Erforderlich sind auch neue Materialien und Leitlinien sowie entsprechende Räume und Fachkräfte.

Sehr klare Worte und eindeutige Handlungsempfehlungen.

Another Break through the Wall
6,7
4 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Zukunft und Arbeit als Newsletter.