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Zeit und Geschichte

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Sonntag, 28.08.2016

Wie kann die Demokratie überleben? (4)

Die spanischen Wahlen vom 26. Juni 2016 brachten erneut keinen Sieger hervor. Ein Umbruch mit ungewissem Ausgang geht weiter. Aufschlussreich NICHT nur für Spanien ist dieses Feature von 2015. Es gibt einen Überblick und Einblicke.

Wie begann denn alles?

„Nach einer landesweiten Demonstration am 15. Mai 2011 besetzten einige Leute die Puerta del Sol, einen Platz mitten in Madrid. Einige Tage später war eine Tahrir-Platz-ähnliche Zeltstadt entstanden, die in den folgenden Monaten, auch nach der Räumung des Platzes, in tausenden von öffentlichen Versammlungen auf den Straßen und Plätzen des ganzen Landes als eine neue Bewegung immer mehr Raum gewann. Mit dem Slogan „Wirkliche Demokratie jetzt!" wurde von Anfang an die Unfähigkeit des herrschenden politischen Regimes fokussiert und die Ablehnung seiner Parteien und Institutionen zum Ausgangspunkt der Proteste gemacht."

Bildet sich hier ein neuer Typus heraus? Schließlich begann der Umbruch in der Ukraine auch mit einer Platzbesetzung und zumindest von den Anfangsimpulsen hätte er auch unter dem Motto „Wirkliche Demokratie jetzt!" stehen können.

Ein Stimmengemisch von Menschen, die die Gesellschaft neu erfinden wollen, kommt hier zu Wort und eine historische Tiefenschärfe enthüllt, warum in Spanien der Protest von Links kommt.

Marina Garcés (Philosophieprofessorin): Was hier gerade stattfindet, kommt nicht aus dem Nichts. Es hat mit der Kultivierung von Konzepten und Ideen, auch mit Personen und Affekten zu tun, denn wir kennen uns alle ... Viele Jahre lang haben wir zusammen Dinge gemacht, und das aus sehr unterschiedlichen Städten Spaniens heraus. In den Medien wird jetzt auf Begriffe wie „neue Politik“ ... abgehoben; man beharrt darauf, alles sei neu. Und wir sagen: neu für das Regime, neu für das System. Denn seit 20 Jahren existiert eine Generation der Leute, ... , von der angenommen wurde, dass es sie gar nicht gäbe — als ob wir nichts getan hätten in diesem „normalen“ Land, das Spanien nach dem Franquismus geworden war.

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