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Zeit und Geschichte

Jakob Reimann
Jakob Reimann
Community piq
Donnerstag, 11.04.2019

Was haben schwerbewaffnete Ex-Blackwater-Söldner in der haitianischen Zentralbank verloren?

In Kooperation mit The Intercept deckte die NGO Haïti Liberté Ende März einen unglaublichen Politthriller auf.

Eine Gruppe ehemaliger Navy SEALs, Blackwater-Söldner und weiterer Elitesoldaten reiste schwerbewaffnet nach Haiti (an US-Behörden vorbei, daher illegale Waffenausfuhr). Die Söldner sollten im Auftrag des wegen Protesten angeschlagenen Präsidenten Jovenel Moïse einen Vertrauten Moïse's beschützen, als dieser in der haitianischen Zentralbank in Port-au-Prince 80 Millionen US-Dollar vom staatlichen Öl-Fonds auf ein einzig vom Präsidenten kontrolliertes Konto überweisen sollte - "die Demokratie in Haiti bewahren", so die euphemistische Auftragsbeschreibung des offensichtlichen Diebstahls.

Was sich die ausrangierten Elitesoldaten als schnelles Geld erhofften, entpuppte sich als grotesker Dilettantismus und endete im totalen Debakel.

Ein schönes Stück Zeitgeschichte, das uns so viel über verschiedenste Aspekte der internationalen Politik lehrt.

PS: Der Editor von Haïti Liberté, Kim Ives, wurde von den brillanten DemocracyNow-Moderatorinnen Amy Goodman und Nermeen Shaikh zum Thema interviewt.
Was haben schwerbewaffnete Ex-Blackwater-Söldner in der haitianischen Zentralbank verloren?
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 9 Tagen ·

    was für eine Geschichte! danke für den Fund!