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Zeit und Geschichte

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Donnerstag, 02.06.2016

Waren Klimakatastrophen auch früher von Menschen gemacht?

Früher verursachten Menschen nicht - etwa durch Treibstoffgase - Klimakatastrophen in gleichem Maße wie heute, dennoch verstärkten sie die Folgen von Vulkanausbrüchen und anderem durch unsoziales Verhalten. Am Beispiel des Jahres 1816, in dem es keinen Sommer gab, wird es in diesem Artikel aufschlussreich beschrieben.

Globalisierung ist alt, sehr alt: Ein gewaltiger Ausbruch des jahrhundertelang ruhigen Vulkans Tambora in Indonesien löste die Krise, die deutlich 1816 in Mitteleuropa spürbar war, wohl aus. Diese aber war eher von Menschen gemacht: "Die Temperatur sank 1816 etwa um ein Grad, die Ernteausfälle betrugen in der Schweiz landesweit rund 20 Prozent. Das allein hätte noch keine Hungersnot verursacht. Entscheidend war, in welchem Zustand sich die Gesellschaft befand – und wie sie auf die Krise reagierte.

1816 waren die Staaten Europas ausgelaugt von den Napoleonischen Kriegen, die Vorräte durch die Beherbergung der Truppen aufgebraucht. Die Klimakrise traf eine Gesellschaft, die verletzlich war."

Und haben wir es heute so herrlich weit gebracht?

Daniel Krämer (Uni Bern) meint aufgrund seiner Studien: "Es wäre heute wie bei der jüngsten internationalen Lebensmittelkrise 2008: Viele Staaten würden die Grenzen schliessen und zuerst für sich schauen."

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