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Zeit und Geschichte

Über die Kurdische Parteienlandschaft in der Türkei

Emran Feroz
Journalist
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Emran FerozDonnerstag, 22.04.2021

Abdullah Öcalan. PKK. HDP. 

Die Kurden-Thematik innerhalb der Türkei ist weiterhin aktuell, doch was bedeutet das eigentlich und inwiefern handelt es sich bei den Kurden überhaupt um eine politische homogene Masse?

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, sollte diesen glänzenden Beitrag (Achtung, long-read!) des New Lines Magazine lesen. Die AutorInnen - echte Experten - fokussieren sich nämlich nicht nur auf die gegenwärtigen Entwicklungen, sondern tauchen auch tief in die politische Geschichte der Kurden ein. 

Ein Beispiel:

The Kurdistan Workers’ Party (PKK) was founded in the late 1970s and began fighting the Turkish state for an independent Kurdistan. Within Turkey, it quickly dominated all other Kurdish groups, setting the tone for Kurdish politics in the country for decades to come. The first legal political parties emerged in the 1990s, when adherents of the PKK’s tradition began to be elected to municipalities in the southeastern region of Turkey, as well as the national assembly in Ankara. Kurdish politicians would assume office, only to be banned and jailed, a pattern that continues to this day. In 1999, the state captured the PKK’s leader, Abdullah Ocalan, triggering a shift in the PKK’s approach from its orthodox Marxist stance into a more progressive-communitarian model. Throughout the 2000s, its politics evolved from being about secession from Turkey to achieving regional autonomy or “democratic autonomy” within it.

Einen weiteren Fokus genießt die HDP, die seit einigen Jahren versucht, nicht nur Kurden zu vertreten, sondern auch andere progressive Akteure innerhalb der Türkei. Die HDP ist in diesen Tagen zahlreichen Repressionen seitens der Regierung ausgesetzt, doch sie hat auch mit ihrer eigenen politischen Krise zu kämpfen. 

Es gibt in der Türkei nämlich nicht nur linke Kurden, die Sympathien für die PKK hegen oder die HDP wählen, sondern auch Rechte, Konservative und Islamisten. Die AutorInnen sprechen in diesem Kontext von der "kurdischen Rechten", und diese wird immer stärker, weil sie sich zum Teil kompromissloser zeigt und die Politik der HDP etwa wie folgt in Frage stellt: 

Warum sollten wir uns als Kurden für Türken einsetzen, wenn sie kein Interesse an unser Leid zeigen?

Gemeint ist hier der egalitäre Anspruch der HDP, die versucht, sich nicht nur auf Kurden zu konzentrieren, sondern auch auf Türken, Armenier und andere Volksgruppen. 

Hinzu kommen islamistisch-kurdische Akteure, die vor allem der AKP Erdogans ein Dorn im Auge sind. Warum? Weil diese seit Jahren die AKP wählen. Eine erfolgreiche politische Formierung dieser Akteure würde nicht nur den Verlust von Wählern und eine Annäherung mit linken Kurden bedeuten, sondern noch mehr gebündelte Separatismusbestrebungen. 

Über die Kurdische Parteienlandschaft in der Türkei

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Kommentare 1
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 13 Tagen

    interessant. Aber auch klar - warum sollten die Kurd°innen eine einheitliche Menge bilden?
    Muss man sich vor Augen führen - was der Text exemplarisch tut.
    was ich u.a. assoziiert habe - ein Gedanke den ich schon länger wälze: Die Türkei (die Türken ... Erdogan ...etc.) hat eine unglaubliche Chance vertan im Krieg gegen den IS; sie hätten ihn zum Anlass nehmen können, die Kurden und Türken gemeinsam im Kampf gegen den IS zu vereinen.
    wenn überhaupt hätte das selbst islamistische , nationalistische Türken mitreißen können.
    Und der (meist) Kurdische Militärerfolg hätte sicher auch denen ...gefallen. Und Türkei könnte dann zurecht sich als Schutzmacht im Nahen Osten generieren. glaubwürdig. ach ja...
    und was vertane Chancen betrifft: Die EU hätte wesentlich stärker und ehrlicher daran arbeiten sollen, die Türkei auf zunehmen... es war ja schon recht nah in Aussicht - und zumindest die
    damalige Türkei war sicher nicht viel weiter "entfernt" als etwa heute Bosnien, damals Bulgarien etc. Ach ja...

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