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Zeit und Geschichte

Moritz Hoffmann
Freier Historiker. Zeitgeschichte, Digitale Public History. Verantwortlich für @digitalpast und @9Nov38.
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piqer: Moritz Hoffmann
Sonntag, 20.01.2019

Stella, oder: Der Holocaust als Romankulisse

In den deutschsprachigen Feuilletons geht es gerade kräftig rund. Eine Debatte kann man das, was dort passiert, allerdings nicht nennen, denn alle sind sich einig: Takis Würgers neuer Roman "Stella" ist abscheulich. In "Stella" geht es um eine fiktive Liebe des Erzählers zu einer historisch realen Figur: Stella Goldschlag war eine Jüdin, die im Berlin der 1940er Jahre andere, untergetauchte Juden an die deutschen Behörden verriet und so ihre Ermordung ermöglichte.

Takis Würger, der mit seinem ersten Roman "Der Club" neben seinen Spiegel-Reportagen durchaus Erfolge gefeiert hat, montiert dafür seinen Romanstoff zusammen mit archivalischen Quellen und hat damit, mit seinem Stil und der Romanhandlung offenbar ausreichend LiteraturkritikerInnen gegen sich aufgebracht, um eine Lawine zu erzeugen. Jetzt schreiben alle über das Thema, und alle stoßen ins selbe Horn.

Johannes Franzen hat diese Lawine, die den schönen Namen "Großverriss" trägt, mit ruhigem Atem und klarem Blick für den Merkur zusammengefasst und die vorgebrachten Argumente klar strukturiert. Schon jetzt ist klar: Das letzte Wort zu diesem Thema ist noch nicht gesprochen. Vielleicht können wir das Würger nun schon als Verdienst in den Türrahmen kerben.

Stella, oder: Der Holocaust als Romankulisse
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 28 Tagen

    Mascha Jacobs hatte Würger ja im Podcast für piqd zu Gast. Ihr wurde vorgeworfen zu wenig kritisch mit ihm umgegangen zu sein. Ich habe es als sehr angenehm empfunden, dass sie ihn reden ließ und ich fand ihn aufschlussreich.
    www.piqd.de/literaten...