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Zeit und Geschichte

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Dienstag, 03.05.2016

Sprecht nicht dauernd von "Nazis"!

Der neue Merkur ist da. Darin findet sich ein Essay von Per Leo über die Verwendung des Begriffs "Nationalsozialismus".

Der Autor, Historiker und Schatullenproduzent, wurde einer größeren Öffentlichkeit durch seinen Roman FLUT UND BODEN bekannt, in dem er sich mit den Verstrickungen seines Großvaters, einem Sturmbannführer im Rasse- und Siedlungshauptamt auseinandersetzte.

Im Essay lautet ein Fazit: "In Ergänzung des berühmten Worts von Martin Broszat hieße das: Nicht nur den Nationalsozialismus, sondern auch »Nationalsozialismus« zu historisieren, also den Gebrauch und die Funktionsweise einer politischen Semantik. In diesem Sinn sollte man schließlich und drittens heute den Gegner aus der neurechten Ecke lieber bei seinen Gründen packen, als ihn zu etikettieren. Es ist beispielsweise Kritik im besten Sinn, auf den völkischen Charakter der Pegida-Bewegung hinzuweisen. Dabei kommt es gar nicht auf das Wort an, sondern auf die Markierung einer politischen Alternative: Wollen wir das »deutsche Volk«, also uns, wirklich identitär als Kultur- und Schicksalsgemeinschaft verstehen statt als Rechtsgemeinschaft? Den Schluss, dass genau das viele unserer Großeltern wollten, darf man getrost dem Publikum überlassen. Denn im Kern eines jeden guten Texts liegt etwas, das er nicht sagt. In diesem Sinne: Nazis raus."

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