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Zeit und Geschichte

Dirk Liesemer
Autor und Reporter
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piqer: Dirk Liesemer
Freitag, 18.10.2019

Roland Berger stellte seinen Vater lange Zeit als einen NS-Gegner dar. Dabei war er ein Profiteur.

Roland Berger, einer der wichtigsten Wirtschaftsberater der Bundesrepublik, hat seinen Vater in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten mehrmals öffentlich als einen Gegner der Nationalsozialisten beschrieben.

Doch damit hat er intensiven Recherchen des Handelsblatts zufolge ein falsches Bild verbreitet. Weder habe sich sein Vater Georg Berger gegen die Verfolgung der Juden durch den NS-Staat gesträubt, noch sei er dafür ins Konzentrationslager gekommen. Vielmehr habe er erst als Finanzchef der Hitler-Jugend gearbeitet und danach als Generaldirektor der "arisierten" Ankerbrot, der größten Bäckerei Österreichs.

Im Interview sagt Roland Berger:

Wenn Sie so wollen: Ja, dann war es wohl ein ungewollter „tragischer Selbstbetrug“, den ich mir da habe zuschulden kommen lassen.

Und der Historiker Michael Wolffsohn, der aktuell mit seinem Kollegen Sönke Neitzel an der Aufarbeitung arbeitet, resümiert:

Soweit sich das bisher feststellen lässt, war Georg Berger in der Tat Profiteur des NS-Systems. Das scheint klar. Dass er Täter gewesen sein soll, lässt sich nach derzeitigem Stand meiner Recherche nicht erkennen.

Das Handelsblatt hat den Fall groß aufgemacht. Während das ausführliche Interview frei im Netz steht, befindet sich die Titelgeschichte hinter einer Bezahlschranke.

Es wäre jetzt leicht, auf Roland Berger einzudreschen, aber wenn man davon ausgeht, dass er tatsächlich ein falsches Vaterbild hatte - wie so viele andere Deutsche von ihren Eltern -, dann ist auch zu fragen, wie ein solcher Selbstbetrug so lange aufrechterhalten werden konnte. Welche Rolle spielte dabei die Familie? Auch in dieser Hinsicht könnte sich Roland Berger ausführlicher äußern.

Roland Berger stellte seinen Vater lange Zeit als einen NS-Gegner dar. Dabei war er ein Profiteur.
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