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Zeit und Geschichte

Reading/Pennsylvania: ein Wochenende in Nazi-Deutschland

Michaela Maria Müller
Autorin
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Michaela Maria MüllerFreitag, 07.07.2017

Rollenspiele, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen, haben in den letzten Jahren zugenommen. Sie werden von den Organisatoren als eine Art Festival aufgezogen. Mit Marschverpflegung und Musik werden ganze Schlachten nachgestellt. Als Außenstehender ist es einfach, das abzulehnen.

Die US-amerikanische Journalistin Zoë Beery hat ein Nazi-Deutschland-Wochenende in Pennsylvania begleitet. Knapp, prägnant und mit der richtigen Distanz beschreibt sie das Erlebte eindrücklich.

I found out during a chat with a Vietnam veteran named Paul, who was in Bryan’s unit. “Doing this, you learn what’s not in the books, the little details but also the stories of the people who lost,” he said. “I also do Civil War re-enactments, and it’s so sad how some people want to erase that history.” This concern, in precisely this phrasing—“erasing history”—was something I’d hear several more times over the weekend, despite the fact that the Confederate flag is likely not as historical as it defenders insist.

Beery trifft auch auf David, einen 88-jährigen Überlebenden des Holocaust, der Autogramme verteilt. Als sie ihn fragt, wie es für ihn ist, von hunderten SS-Uniformen umgeben zu sein, antwortet er: 

It does not bother me. I am just happy to be alive to talk to people here. I do not live with hate in my heart, because that means they will have won. Anger, yes. Hate, no.

Es ist schwer, dieses Phänomen einzuordnen. Für mich erscheint es befremdlich. Gleichzeitig hat jeder das Recht auf Erinnerung, Verarbeitung oder Vergegenwärtigung von Vergangenem. 

Problematisch ist, dass sich die Veranstalter offensichtlich in den wenigsten Fällen auch ihrer Verantwortung bewusst sind oder - wenn es sich um Staaten handelt - die Geschichte und Erinnerung für eigene Interessen instrumentalisieren.

Reading/Pennsylvania: ein Wochenende in Nazi-Deutschland

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