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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Samstag, 05.03.2016

Raubkunst – Von Nazis gestohlen, vom FBI sichergestellt

Terroristen jagen, Menschenhandel bekämpfen, Mörder suchen: So sehen die bekannteren Aufgaben des Federal Bureau of Investigation aus. Die zentrale Sicherheitsbehörde der Vereinigten Staaten, besser bekannt unter FBI, ermittelt nicht nur im eigenen Land. Auch an den Botschaften im Ausland sind deren Agents präsent. In Polen bekam Paul Lukas es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun. Der Special Agent, stationiert in der Botschaft in Warschau, wurde in die Suche nach einem verschollenen Gemälde eingebunden.

Gefahndet wurde nach dem "Porträt eines jungen Mannes", von Krzysztof Lubieniecki um 1728 gemalt. Im Zweiten Weltkrieg hatten deutsche Soldaten das Gemälde aus dem Nationalmuseum in Warschau entwendet. Doch nach Kriegsende gelangte das Kunstwerk in die USA. In Ohio wurde Paul Lukas schließlich fündig: "Porträt eines jungen Mannes" wurde sichergestellt und an die polnischen Behörden übergeben.

Bei dem vom FBI mitgeteilten Ermittlungserfolg half aber der Zufall gehörig mit. Denn wie die Washington Post berichtet, meldeten sich Angehörige eines US-Soldaten, der wohl das Bild aus Europa nach Ohio brachte, in Polen. Sie wollten mehr über das Gemälde erfahren. Da es Raubkunst war, konnte die Familie das Porträt nicht behalten. Es soll nun wieder in Polen ausgestellt werden.

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