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Zeit und Geschichte

Torsten Schubert
Journalist, Autor
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Torsten Schubert
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Mittwoch, 03.06.2020

Pures Silber. Oder: Wie China zur Weltmacht wurde

China ist dabei, zur führenden Weltmacht zu werden. Mit Idee wie der "Neuen Seidenstraße" nimmt das asiatische Land Unternehmen und Staaten nicht nur für sich ein, sondern führt sie auch nach und nach in die Abhängigkeit. Eine vielversprechende Strategie, der die westlichen Länder derzeit nicht viel entgegenzusetzen haben. Doch wie wurde China überhaupt mächtig genug, um seine Strategie umzusetzen? Über Jahrhunderte hinweg verstand sich das Reich zwar als Mittelpunkt der Welt, sah aber auch keine Notwendigkeit, sich anderen Ländern zu öffnen. Erst das brutale Eingreifen Großbritanniens mit dem Opiumhandel und den daraus resultierenden gleichnamigen Kriegen wurde China zur Öffnung gezwungen. Die Folgen erleben wir heute. Arte schildert den Aufstiegs China zur Weltmacht in einer sehenswerten dreiteiligen Dokumentation.

1581 beschloss der Kaiser von China, dass das Volk die Steuern fortan nicht mehr in Form von Arbeit oder Sachleistungen, sondern in Silber zu entrichten habe. Das löst in China eine enorme Nachfrage nach Silber aus. Zur gleichen Zeit entdeckten die Spanier in einem der entlegensten Teile ihres Kolonialreichs die größten Silbervorräte der Welt. China, dem es an eigenem Silber fehlte, beschloss, das Silber von der spanischen Krone zu importieren. In Manila wurde spanisches Silber erstmals gegen chinesische Luxusgüter eingetauscht. Dieser Handel war äußerst gewinnbringend, und innerhalb weniger Jahrzehnte wuchs die Anzahl der Chinesen in Manilas Bevölkerung auf ein Vielfaches der spanischen Kolonisatoren. Die Spannungen nahmen zu, und 1603 kam es zu einem blutigen Aufstand, der 20.000 Menschenleben forderte. Doch der Handel ging weiter. Die Chinesen brauchten ständig große Silbermengen, konnten die Spanier aber im Gegenzug nicht mit genügend Luxusgütern beliefern. China war von den Importen des Edelmetalls abhängig, doch aufgrund von Seeräuberei und Schiffsunglücken reichte der Silbernachschub aus Südamerika nicht aus. Dies führte 1644 zum Sturz der Ming-Dynastie. Auch die neue Qing-Dynastie der siegreichen nordchinesischen Mandschu-Krieger maß dem Handel einen hohen Stellenwert bei. Das Reich der Mitte versorgte die Welt weiterhin mit Luxusgütern, sodass Silber ins Land kam. Eine wichtige Rolle in diesem Austausch spielte Tee, den damals ausschließlich China exportierte und der den Geldzufluss aus Großbritannien und Russland sicherte. Doch dann beschloss China, den Handel strenger zu kontrollieren und nur noch vier Häfen für ausländische Schiffe zu öffnen. Ende des 18. Jahrhunderts war die westliche Welt nicht nur an Seide und Tee aus China interessiert, sondern auch vom exotischen Fernen Osten fasziniert. Chinesischer Luxus vermischte sich mit europäischer Raffinesse. Mit Silber als der Grundlage des Währungssystems boomte die chinesische Wirtschaft. Doch im frühen 19. Jahrhundert trat das erstarkende Großbritannien als Gegenspieler Chinas auf den Plan. Zunächst hatten die Chinesen die „ausländischen Barbaren“ – wie sie die Briten nannten – noch unter Kontrolle, doch das neue Jahrhundert sollte Krieg und Erniedrigung bringen.

Die interessante Dokumentation ist noch bis zum 18. Juni 2020 in der Arte-Mediathek zu sehen.

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