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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Mittwoch, 10.08.2016

Neue Ermittlungen gegen NS-Täter wegen Beihilfe zum Mord in tausenden Fällen

Hunderte Akten aus Konzentrationslagern haben die Ermittler erneut durchsucht. Der Tatvorwurf ist hart, die acht Verdächtigen sind alle älter als 89 Jahre und ob die Anklage noch eine Verurteilung erreichen kann, ist fraglich: Die vier Männer, gegen die ermittelt wird, sind als Wachleute im Konzentrationslager Stutthof, die vier Frauen als Schreibkraft, Telefonistin oder Fernsprechvermittlerin tätig gewesen.

Die Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg hat Vorermittlungen gegen mehrere mutmaßliche Täter aus dem "Dritten Reich" geführt wegen Beihilfe zum Mord in tausenden Fällen. Ihre Ergebnisse hat die Behörde nun an die zuständigen Staatsanwaltschaften übermittelt, berichtet die FAZ. "Ihnen wird vorgeworfen, mit ihrer Arbeit im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig Beihilfe zum Mord geleistet zu haben. In dem Lager wurden zwischen 1944 und Mai 1945 rund 27.000 Menschen, überwiegend Juden, ermordet."  

Zudem ermitteln Staatsanwälte gegen weitere Verdächtige, die in anderen Konzentrationslagern tätig waren. Im kommenden Jahr dürfte es zu weiteren Prozessen gegen mutmaßliche NS-Täter kommen.

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