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Zeit und Geschichte

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Montag, 04.04.2016

Lars Gustafsson ist tot

In der Geschichtswissenschaft ist man sich fast einig, dass die Umbrüche, die wir immer noch erleben, in den 1970er Jahren begannen. Lars Gustafsson war Erzähler wie Lyriker, Essayist wie Philosoph. Er lehrte an renommierten Universitäten. In seinem Hauptwerk, dem Romanzyklus "Risse in der Mauer", vermochte er nach dem Nachrufschreiber Andreas Breitenstein, "dem Lebensgefühl der siebziger Jahre zwischen Revolte und Resignation, Utopie und Melancholie, Sex und Neurose, Kollektivismus und Einsamkeit gültigen Ausdruck zu verleihen". Dem kann man sich mit dem Hinweis auf den zeitgeschichtlichen Aspekt nur anschließen.

Außerdem inspirierte er andere Künstler wie Theo Angelopoulos. Dessen "Tod eines Bühnenzüchters" war keine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Gustafsson, aber eine herausragende Arbeit nach Motiven  des großen schwedischen Autors. Marcello Mastroianni kann man hier in einer seiner großen Rollen erleben.

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