Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
Zum piqer-Profil
piqer: Hauke Friederichs
Mittwoch, 06.09.2017

Hunde des Krieges für Afghanistan

Macht er ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann? Erik Prince bietet Donald Trump einen Deal an, der ganz nach dem Geschmack des US-Präsidenten sein dürfte. Eine Dienstleistung, mit der sich ein dauerhaftes Problem der Außenpolitik lösen lassen ließe - angeblich. Prince bietet Sicherheit an, bei geringem Risiko für Amerikaner und vermeidbar niedrigeren Kosten. Prince bietet Söldner an.

Der 48-Jährige war Chef des größten Kriegsdienstleisters Blackwater. Seine Männer haben für die US-Truppen im Irak gedient, gekämpft und getötet.Jetzt strebt Erik Prince ein neues Geschäft an. Donald Trump will mehr Kämpfer nach Afghanistan schicken und Prince will sie stellen.

Heike Buchter von der ZEIT hat ein Interview mit Prince bekommen, der nur selten mit Journalisten spricht. Sie unterhielten sich per Skype. Zweifel an seinen Plänen wischt der frühere Navy Seal, der Eliteeinheit der US-Marine, einfach weg. 

Dabei gibt es für Kritik an Prince allen Grund. Blackwater, mittlerweile umbenannt und verkauft, steht für Skandale und Verbrechen wie wohl kein anderes Sicherheitsunternehmen. 2007 erschossen Blackwater-Söldner in Bagdad 17 Menschen, darunter waren Frauen und Kinder. Ein Massaker, das auch Prince zu verantworten hat.

Hunde des Krieges für Afghanistan
8,6
5 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!

Kommentare 2
  1. Hauke Friederichs
    Hauke Friederichs · vor 10 Monaten

    Eigentlich war der Text für den Kanal "Seite Eins" bestimmt. Ich habe ihn falsch gepostet. Aber die Rückkehr der Söldner alter Prägung passt auch zu "Zeit und Geschichte". Natürlich kämpfen auch in Syrien und im Kongo gedungene Krieger für Warlords und Rebellen. Prince Angebot, ganze Kontingente zu stellen erinnert an die Zeiten des Kalten Krieges. Damals setzten die USA in ihren Stellvertreterkriegen auf Söldner. Und im nächsten Jahr wird der Dreißigjährige Krieg eine Rolle spielen: Im Mai 1618 begann mit dem Prager Fenstersturz dieser Weltenbrand. Abertausende Söldner zogen damals mordend und brandschatzend durch Mitteleuropa....

    1. Moritz Orendt
      Moritz Orendt · vor 10 Monaten

      Das passt doch wie die Faust aufs Auge zu "Zeit und Geschichte":
      "So wie die britische Krone früher sogenannte Vizekönige als Statthalter in ihre Kolonien schickte, so könnte die US-Regierung doch einen Vizekönig nach Afghanistan schicken, der den Einsatz kontrolliert."