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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Sonntag, 20.11.2016

Die Rückkehr der Dreißigerjahre? Wiederholt sich die Geschichte doch?

Die Nachrichten sind momentan kein Stoff für ängstliche Gemüter in Europa:  Brexit, Putschversuch in der Türkei, islamistische Anschläge in Belgien und Frankreich, der Kampf um Aleppo im fernen Syrien, die anstehende Präsidentschaft von Donald Trump. "Von den USA über Frankreich bis Großbritannien sehen wir ein hohes Maß an öffentlichem Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, das sich in den Ergüssen von Politikern mit zweistelligen Umfragewerten spiegelt. Das wirft die Frage auf: Erleben wir eine Wiederkehr der 1930er Jahre?", schreibt Paul Mason in den "Blättern für deutsche und internationale Politik". Der Autor und TV-Journalist stellt fest: "Oberflächlich betrachtet, bestehen tatsächlich Gemeinsamkeiten." 

Für ihn zeige das britische Votum zum EU-Ausstieg eine Parallele zum September 1931, als Großbritannien den Goldstandard aufgab – und damit als erste wichtige Nation versuchte aus dem globalen Wirtschaftssystem auszusteigen, dazu komme der drohende Zerfall der Labour Partei. Auch die Depression und Bankenkrise in den frühen 1930er-Jahren scheinen ein Widerhall der gegenwärtigen Lage zu sein. "Doch bei einer genauen Untersuchung der 1930er erweist sich unsere heutige Situation als besser und rettbarer."

Die Rückkehr der Dreißigerjahre? Wiederholt sich die Geschichte doch?
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Kommentare 3
  1. Gurdi (Krauti)
    Gurdi (Krauti) · vor 11 Monaten

    Schöner Text, aber manche Dinge kommen mir etwas zu kurz in der Betrachtung. Auf die Rolle der unterschiedlichen Staaten wird überhaupt kein Bezug genommen. Hier gleicht die Lage immer mehr der Vorkriegszeit. Polen unter einer Rechtsregierung im Clinch mit Deutschland und Russland, sowie einer Annäherung an die Angelsachsen (www.spiegel.de/politik/a...) , England mit Sorge über die Dominanz des Kontinents(www.bbc.com/news/uk-p...) , die USA mit Rückzugstendenzen(Trump, splendid Isloation), China das seinen Platz an der Sonne fordert(Siehe GDP China sowie die Industrialisierung und Militarisierung) , ein sich regenerierendes Russland (bekannt) sowie eine Vormachtstellung Deutschlands innerhalb Europas. (www.spiegel.de/politik/a...)

    Das waren jetzt gerade einmal ein paar Schlagwort, die Liste ist lang.

    1. Hauke Friederichs
      Hauke Friederichs · vor 11 Monaten

      Dank für die Ergänzung. Trump scheint es mit "America first" ja tatsächlich zumindest in punkto Freihandel ernst zu meinen...

    2. Gurdi (Krauti)
      Gurdi (Krauti) · vor 11 Monaten

      @Hauke Friederichs Ich sehe aktuell auch kaum Punkte an denen er irgendwie zurückrudern würde. Der neue "Optimismus" in den Reihen der Politiker in Deutschland seit Obamas Besuch erscheint mir daher recht "künstlich". Aber man wird sehen was die Zeit bringt.

      Fakt ist wohl, dass wir uns ab nun endgültig in einer neuen Geopolitischen Situation wiederfinden. Es darf bezweifelt werden ob der Seitenhieb gegen China via Aixtron so schlau war im Vorfeld. Allgemein verliert Deutschland zunehmend an "Partnern".