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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Donnerstag, 24.03.2016

Der Streit um Guantanamo

Die Vereinigten Staaten und Kuba nähern sich immer weiter an. Die Reise von US-Präsident Barack Obama nach Havanna war der bisherige Höhepunkt der neuen Diplomatieoffensive beider Regierungen. Strittig bleibt, das betonte Kubas Staatschef Raul Castro deutlich, das Gefangenenlager Guantanamo, das in einem großem Areal liegt, das vom amerikanischen Militär genutzt wird.

"Der Landstreifen samt Bucht dient der US-Marine seit 1903 als Stützpunkt. Damals verschafften sich die Amerikaner durch eine Politik, die der Historiker Paul Kramer „gunboat tenancy“ (übersetzt etwa: 'Anmietung per Kanonenboot') nennt, Kontrolle über das Stückchen Erde", schrieb die Frankfurter Rundschau vergangenes Jahr in einem lesenswerten Stück. "Für seine Zustimmung zum Abzug der US-Truppen aus dem gerade von der spanischen Kolonialherrschaft befreiten Kuba verlangte das US-Parlament eine Marine-Basis auf der Karibik-Insel."

Und den Stützpunkt erhielt die damals noch junge Regionalmacht zu sehr günstigen Konditionen: "Eine jährliche Pachtzahlung von 2000 Dollar wurde vereinbart, die später auf 4000 Dollar erhöht wurde. Seither schickt die US-Regierung einmal pro Jahr einen Scheck nach Havanna. Doch seit der Castro-Revolution von 1959 ist der Scheck kein einziges Mal eingelöst worden."

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