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Zeit und Geschichte

Hauke Friederichs
Journalist
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piqer: Hauke Friederichs
Montag, 24.07.2017

Auf der Spur der Schwarzen Magie

Wer die Kunst beherrschen will,  mit Geistern zu sprechen, Tote auferstehen zu lassen, mit dem Zahn einer Leiche seine Zahnschmerzen zu lindern oder wie man beim Würfeln und Wettschießen immer den Sieg davon trägt, der findet Antworten zwischen den Buchdeckeln eines Werks aus dem 17. Jahrhundert. Das "Book of Magical Charms" bündelt dieses okkultes Wissen.

Das Buch und drei andere Werke über Magie wurden von der Newberry Library in Chicago gescannt und online gestellt. Das seriöse Institut macht das nicht als PR-Kampagne um neue Nutzer zu gewinnen oder auf seine obskuren Schätze im Archiv hinzuweisen. Der Bibliothek geht es darum, die Forschung voranzubringen.  

Sie ruft alle an Zauberei und Rätselhaften Interessierten dazu auf, die Texte in den Büchern zu entziffern. Mancher Inhalt soll zudem aus dem Lateinischen ins Englische übersetzt werden. Beim "Book of Magical Charms" bleibt vieles rätselhaft: Wer hat es geschrieben, wer hat das darin präsentierte Wissen gesammelt. Es gibt mindestens zwei Autoren. "Außerdem muss das Buch nach 1612 entstanden sein, da ein anderes Werk erwähnt wird, das aus diesem Jahr stammt", schreibt Markus C. Schulte von Drach für die Süddeutsche. 

Interessant ist auch ein Buch, das über die Prozesse gegen die Hexen von Salem berichtet. Was die freiwilligen Helfer der Bibliothek beim Studieren der Online-Quellen entdecken, dürfte spannend werden.

Auf der Spur der Schwarzen Magie
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