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Zeit und Geschichte

Moritz Hoffmann
Freier Historiker. Zeitgeschichte, Digitale Public History. Verantwortlich für @digitalpast und @9Nov38.
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piqer: Moritz Hoffmann
Mittwoch, 06.04.2016

All die falschen Gründe: Wie Wyoming das Frauenwahlrecht bekam

In der Geschichtsphilosophie, vor allem der des ausgehenden 19. Jahrhunderts, war die Idee der Menschheitsgeschichte als ewigem Fortschritt sehr beliebt. Heute ist sie aus vielerlei Gründen eher verpönt – denn Fortschritt bedeutet ja irgendwie auch, dass immer alles besser wird. Aber nicht nur Manufactum-Kunden wissen: die gute alte Zeit war auch manchmal okay.

Ein Beispiel für eine so verworrene Fortschrittsgeschichte, deren zweifellos positives Resultat aus einer eher unerfreulichen Gemengelage entstand, beschreibt Tom Rea hier für die Wyoming State Historical Society. Denn dass ausgerechnet der etwas hinterwäldlerische US-Bundesstaat zwischen den Great Plains und den Rocky Mountains als erster Staat weltweit das allgemeine Wahlrecht für Frauen einführte, überrascht schon. Umso desillusionierender ist, dass neben dem Engagement einiger weniger Idealisten vor allem eine Mischung aus machtpolitischem Kalkül und eisenhartem Rassismus dafür verantwortlich war, dass die Gleichberechtigung einen kleinen Schritt nach vorne machte.

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