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Zeit und Geschichte

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Freitag, 31.03.2017

100 Jahre Oktoberrevolution: Wie Historiker heute über das einstige Weltereignis denken

Das ist ein faszinierender Text, der anhand einer Reihe neuer Veröffentlichungen erklärt, wie Historiker heute über die Oktoberrevolution denken. Noch vor dreißig Jahren galt sie als das wichtigste historische Ereignis des 20. Jahrhunderts, da sie das Leben von einem Drittel der Weltbevölkerung bestimmt hatte. Doch nach dem Ende des Kalten Krieges rückte sie mehr und mehr in Vergessenheit. In Russland weiß man nicht, wie man sie feiern soll, und für den Rest der Welt wirkt sie mehr und mehr wie eine historische Fußnote. Die Modernisierung, für die diese Revolution in vielen Agrarländern sorgte, sieht heute altbacken aus. Es ist inzwischen alles andere als sicher, dass sie unausweichlich war oder dass die Bolschewiken auch nur eine Mehrheit der Arbeiterklasse hinter sich hatten. Nur, dass sie in den Stalinismus münden würde, schien von vornherein in ihr angelegt zu sein. Aus heutiger Sicht scheint die kommunistische Revolution in China als das weitaus bedeutendere Ereignis. Was man vor allem an ihr erkennen kann, so die Historikerin Sheila Fitzpatrick, sei die Kontingenz der Geschichte. Vielleicht würden wir zu ihrem 200. Jahrestag wieder völlig anders über die Oktoberrevolution denken.    

100 Jahre Oktoberrevolution: Wie Historiker heute über das einstige Weltereignis denken
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