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Wissenschaft und Forschung

Robert Gast
Physiker, Wissenschaftsjournalist
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piqer: Robert Gast
Sonntag, 30.12.2018

Wenn sich Könige als Wissenschaftler versuchen

Wilhelm II. war nicht nur der letzte deutsche Kaiser – er hielt sich auch für einen begnadeten Altertumsforscher. Schließlich hatte er auf der Insel Korfu einst eigenhändig ein Relief der Gorgo ausgegraben, eine Figur aus der griechischen Mythologie. »Es ist gut möglich, dass die Vorsehung mich, obwohl ich Laie bin, auserwählt hat, der Archäologie neue Wege zu weisen«, vermutete der Monarch. Echte Archäologen nahmen Wilhelms Forschungsgelder gerne an, belächelten die Ambitionen des Monarchen aber insgeheim. Sein Umfeld fürchtete gar, seine Majestät könnte wegen seiner Leidenschaft die Regierungsgeschäfte vernachlässigen. Eine weitere Anekdote aus dem Leben des tragisch-trotteligen Preußenkönigs also.

So lief es allerdings längst nicht immer, wenn Adelsherrscher eine Passion für die Wissenschaft entwickelten. Sebastian Hollstein hat die Geschichten von sieben Monarchen zusammengetragen, die sich zum Teil deutlich besser anstellten als Wilhelm II. Zum Beispiel der siamesische König Rama IV., der vor 150 Jahren die Dauer einer anstehenden Sonnenfinsternis genauer berechnete als westliche Astronomen. Oder der Stauferkaiser Friedrich II., der bereits im 13. Jahrhundert ein Standardwerk zu Falken verfasste. Insgesamt ist der Text auf Spektrum.de eine lesenswerte, kurzweilige Reise durch die Jahrhunderte, die einen ungewohnten Blick auf große Figuren der Geschichte wirft. Genau das Richtige für einen ruhigen Dezembermorgen. 

Wenn sich Könige als Wissenschaftler versuchen
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