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Wissenschaft und Forschung

Was das Präventionsparadox ist – und was nicht

Hristio Boytchev
Journalist

Freier Journalist mit Fokus Wissenschaft, Medizin, Investigativ- und Datenjournalismus. Diplombiologe. Carl-Sagan-Preis der GWUP 2017, 3. Preis Wissenschaftsjournalist des Jahres 2016 „Medium Magazin“, Arthur F. Burns Fellow 2012 bei der „Washington Post“. Hinweise immer willkommen.

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Hristio BoytchevSamstag, 10.07.2021

In der öffentlichen Debatte um COVID-19-Maßnahmen wird häufig der Begriff des Präventionsparadoxons angeführt. Der Begriff wurde vor allem dafür genutzt, um zu erklären, warum der Erfolg von Prävention vermeintlich nicht sichtbar sei. 

Die Autoren Lars Hemkens und Gerd Antes argumentieren in diesem bedenkenswerten Editorial, dass dieser Gebrauch der ursprünglichen Definition des Begriffs widerspreche und auch für die Debatte irreführend sei. 

Das oben beschriebene Argumentationskonzept basiert jedoch bereits auf der Annahme, dass der Nutzen oder Schaden einer Intervention klar vorhanden ist – sowie weiterhin auf der Annahme, dass der Lauf der Dinge ohne die Intervention klar ist. Statt die Frage des „Was wäre, wenn?“ angemessen zu adressieren, wird darüber hinweggegangen und die Antwort einfach derart festgelegt, dass sie zum postulierten Effekt der Intervention passt. 
Was das Präventionsparadox ist – und was nicht

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Kommentare 2
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 19 Tagen

    okay - wissenschaftlich ist der Begriff also vorsichtig zu benutzen. Aber hier wird impliziert als ob "wir" ihn in der Pandemie völlig falsch benutzt hätten. Sogar die Andeutungen, die Corona-Maßnahmen in die Nähe von antiken Hohen Priestern zu rücken... ist ein bisschen tendentiös.

    Dass der Begriff umgangssprachlich genutzt wird um zu verdeutlichen dass eine Nicht-Verschlechterung tatsächlich eine gewollte Verbesserung sein kann, ist ein gedanklicher Gewinn der Bevölkerung - die durch Pandemiezeit zb auch gelernt hat was eine Exponentialfunktion ist.

    1. Hristio Boytchev
      Hristio Boytchev · vor 16 Tagen

      Ja, das mit den Hohepriestern finde ich auch persönlich etwas überzogen. Der Artikel argumentiert sonst dafür, dass das Präventionsparadoxon eben nicht bedeutet, dass Prävention unsichtbar bleibt – denn sie muss auch gar nicht unsichtbar bleiben, wenn man geeignete Messinstrumente nutzt.

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