Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Wissenschaft und Forschung

Robert Gast
Physiker, Wissenschaftsjournalist
Zum piqer-Profil
piqer: Robert Gast
Montag, 13.01.2020

Warten auf die nächste Supernova

Irgendwo im All explodiert fast täglich ein Stern. Meist sind diese Supernovae aber unvorstellbar weit weg: Sie finden in anderen Galaxien statt, die hunderte oder sogar tausende Millionen(!) Lichtjahre entfernt sind. Zwei- oder dreimal pro Jahrhundert müsste es jedoch auch einen der rund 200 Milliarden Sterne in unserer Milchstraße erwischen. Das Problem: Seit es leistungsfähige Teleskope gibt, haben Astronomen keine einzige Supernova beobachten können. Am nächsten kam ein gewaltiger Sternentod in einer benachbarten Zwerggalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, deren Licht uns 1987 erreichte. Seitdem aber warten Experten gespannt darauf, dass sich ein vergleichbares Spektakel in unserer Nachbarschaft wiederholt.

In den vergangenen Wochen konnte man den Eindruck gewinnen, dass es nun bald soweit sein müsste: Viele Medien berichteten über eine rätselhafte Verdunklung des Sterns Beteigeuze im Sternbild Orion, die Vorbote einer Supernova sein könnte - und das in lediglich 700 Lichtjahren Entfernung. 

Die FAS lässt aus dieser Hoffnung nun gekonnt die Luft raus. Sie zitiert dazu unter anderem Hans-Thomas Janka vom MPI für Astrophysik, ein führender Experte zum Kollaps von Riesensternen wie Beteigeuze:

„Es gibt keinen einzigen Grund anzunehmen, dass sich ein Supernova-Ereignis durch ein Dunklerwerden des Vorläufersterns ankündigt.“ Im Gegenteil, Beobachtungen in vergangenen Jahren deuteten vielmehr an, dass ein Teil dieser Sterne Tage, Wochen oder Monate vor ihrer Explosion heller wurde.

Die Verdunklung ist demnach eher die Folge von überlappenden Minima zweier natürlicher Helligkeitszyklen, die höchstwahrscheinlich nichts mit einer bevorstehenden Supernova zu tun haben. Bis zum Kollaps des Giganten kann es also noch viele tausend Jahre dauern.

Daneben lernt man viel Wissenswertes über Supernova und erfährt, welche nahen Sterne es statt Beteigeuze früher oder später erwischen könnte. Insgesamt ein Text, den man gelesen haben sollte, wenn man sich für explodierende Sterne und unsere nähere kosmische Umgebung interessiert. 

Warten auf die nächste Supernova
7,5
2 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Wissenschaft und Forschung als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.