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Wissenschaft und Forschung

Paul Boes
Doktorand theoretische Physik
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piqer: Paul Boes
Mittwoch, 02.10.2019

Effekte von Brain-Drain in der KI-Forschung

In gehypten Bereichen der Forschung wie Machine Learning und KI sind in den letzten Jahren etliche Professoren und Professorinnen aus den Universitäten in die Industrie abgewandert. Zum Teil, weil sie selbst Start-ups gegründet haben, vor allem aber, weil ihnen von den großen Tech-Firmen Angebote gemacht wurden, die sie nicht ablehnen konnten: Höhere Gehälter, großes und unbürokratisches Forschungsbudget, keine Lehrverpflichtungen, Anwendungsnähe.

Für die Firmen ist das oft ein guter Deal, für die Universitäten, denen ihre besten Köpfe weglaufen, natürlich weniger. Aus politischer Sicht stellt sich außerdem die Frage, wie gut dieser Deal für den Staat und sein Streben nach Innovation ist. Denn Innovation ist ein komplexes Phänomen, dessen Zustandekommen von der Koordination vieler Akteure - Universitäten, große Firmen und Start-ups, Ministerien, Investoren - abhängt. Daher sind die Effekte der oben beschriebenen Brain-Drain-Dynamik auf den Innovationsprozess nicht offensichtlich.

Der verlinkte Artikel der New York Times berichtet von einer kürzlich erschienenen Studie von Forschern der University of Rochester, die sich angeschaut haben, wie sich die Abwanderung von KI-Forscher*Innen von Universitäten auf die Ausgründungen von KI-Start-ups durch Studenten und deren Funding auswirkt. Das Ergebnis: An Unis, von denen KI-Forscher*Innen an große Firmen abgewandert sind, gibt es in der Folge weniger Ausgründungen und erhalten gegründete Start-ups auch weniger Gelder. Der Artikel fasst diese Ergebnisse zusammen, erläutert den Kontext und lässt auch kritische Stimmen an der Studie zu Wort kommen.

Es ist gut, solche Dynamiken genau zu beobachten. Denn wenn die Universitäten als attraktive Arbeitgeber in der Forschung nicht mit den großen Firmen mithalten können, dann dürfte sich das negativ auf die Ausbildung zukünftiger Gründer- und Forschergenerationen auswirken und das Machtoligopol der großen Tech-Firmen auf die Forschungsebene ausdehnen. Eine Möglichkeit ist es, dass in der Industrie angestellte Forscher*Innen weiterhin an Universitäten lehren. Das gibt es an Informatik-Fakultäten bereits. Eine solche Annäherung von Hochschulen und Industrie mildert sicherlich einige der Probleme eines Brain-Drains, produziert aber im Gegenzug seine eigenen Herausforderungen. 

Effekte von Brain-Drain in der KI-Forschung
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