Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Wissenschaft und Forschung

Med Watch
evidenzbasierter Medizinjournalismus
Zum piqer-Profil
piqer: Med Watch
Samstag, 13.04.2019

Die Blätter des Kratom-Baums: Kein Wundermittel, aber gefährlich

Pieter Willem Korthals (1807–1892) war ein niederländischer Botaniker. Er soll auf seinen Reisen im Malaiischen Archipel zwischen Sumatra und Neuguinea Pflanzen entdeckt haben, deren Blätter ihn an eine Bischofsmütze erinnerten, die Mitra. Die verschiedenen Arten der hochwachsenden Pflanze fasste er in einer Gattung zusammen, die er Mitragyna nannte.

Besonders bekannt sind heute die Blätter des Baums Kratom (Mitragyna speciosa), sie sollen ähnlich wie Opioide wirken und auch sonst wahre Wunder bewirken können. Sie sollen die Stimmung heben, Schmerzen reduzieren, beim Entzug von Opiaten helfen, die Schlafqualität verbessern, die „sexuelle Leistungsfähigkeit“ fördern.

Auf Twitter und Facebook haben sich im englischsprachigen Raum sogar schon die Hashtags #IamKratom und #kratomwarrior etabliert – auf Deutsch hieße dies #IchbinKratom und #KratomKrieger. Man merkt, das Produkt hat Fans. Aber ist an all den Versprechungen wirklich etwas dran?

Stella Marie Hombach hat in einem Artikel für MedWatch zusammengestellt, was heute über das vermeintliche Wundermittel bekannt ist. Sie berichtet über die Ergebnisse einer umfangreichen Metanalyse, die 2019 im Fachblatt Medicines erschien. Über längere Zeit täglich eingenommen, mache Kratom süchtig, heißt es dort.

Der Konsum von Kratom birgt jedoch noch weitere Risiken: Im Februar 2018 verzeichnete die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA 44 Todesfälle, die mit der Einnahme der Blätter in Zusammenhang stehen könnten. (...) Die US-Behörde warnt zudem vor Nebenwirkungen wie Verstopfung, Appetitlosigkeit und Leberschäden, Krampfanfällen, Halluzinationen und Verwirrtheit.

Tatsächlich stehen die Blätter in der Schweiz seit 2017 auf der Liste der zu kontrollierenden Substanzen – in Australien seit 2004. Auch in Dänemark, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Schweden gehört Kratom zu den kontrollierten Substanzen. Im Heimatland Thailand wird der Konsum sogar seit 1943 sanktioniert.

Und in Deutschland? Es ist kompliziert. Aber lest selbst. 

Die Blätter des Kratom-Baums: Kein Wundermittel, aber gefährlich

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Wissenschaft und Forschung als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.