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Wissenschaft und Forschung

Daniela Becker
Umweltwissenschaftlerin und Journalistin
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Daniela Becker
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Dienstag, 08.01.2019

Was sich Forscher von der neuen Mondmission erhoffen

Am 3. Januar 2019 ist die die Chang'e 4 als erste Raumsonde überhaupt auf der Mondrückseite gelandet - zuvor waren dort alle Erkundungssonden zerschellt.

Die Landung von Chang'e 4 war riskant: Zwar hatten chinesische Ingenieure bei der fast baugleichen Sonde Chang'e 3 vor fünf Jahren gute Erfahrungen gemacht, aber sie landete auf der Mondvorderseite mit direktem Funkkontakt zur Erde. Beim Nachfolger war der Einsatz des Relaissatelliten Queqiao mit einer entfaltbaren 4,2 Meter großen Antenne nötig, der schon im Mai 2018 gestartet war. Doch auch das Gelände beschäftigte die Missionsplaner: „Ein Großteil der Mondrückseite ist von hohen Bergen und Kratern geprägt“, sagte Sun Zezhou, der Chefdesigner von Chang'e 4, kürzlich gegenüber dem Fernsehsender CCTV. „Es ist schwierig, hier ein großes und flaches Gebiet zu finden.“

Mit an Bord ein kleiner Rover und viele Forschungsinstrumente, die das bislang unbekannte Terrain erforschen sollen.

Durch die Mission die Mondrückseite erhoffen sich Geologen, bislang ungelöste Rätsel der Entwicklung des Erdtrabanten klären zu können: Die Forscher würden gerne verstehen, warum die vulkanischen Prozesse auf Vorder- und Rückseite so unterschiedlich waren – und die Mare nicht überall gleich verbreitet sind. Lange Zeit glaubten sie, dies könnte daran liegen, dass die Kruste auf der Mondvorderseite dünner ist und vulkanische Schmelzen in den ersten Jahrmillionen der lunaren Geschichte somit leichter aufsteigen konnten. Die NASA-Mission Grail bestimmte bis Ende 2012 allerdings das lunare Schwerefeld und konnte keine auffällig erhöhte Krustendicke auf der erdabgewandten Seite feststellen. Warum gibt es dort dennoch kaum vulkanische Mare?
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