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Volk und Wirtschaft

Rico Grimm

Rico Grimm schreibt über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge für Medien wie Krautreporter, Capital, Business Punk und Zeit Online. Wenn er dafür den Schreibtisch verlässt, nimmt er immer die Kamera mit. Seine Lieblingsfrage ist: Warum?

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piqer: Rico Grimm
Freitag, 29.06.2018

Wir könnten in 20 Jahren einen anderen Namen für das haben, was wir heute noch "Kapitalismus" nennen

Der Österreicher Armen Avanessian ist ein Philosoph des Akzelerationismus. Diese Richtung beschreibt er so:

[Der Akzelerationismus] hinterfragt die allgemeine Tendenz, sich über die Geschwindigkeit des modernen Lebens zu beschweren. Stattdessen geht es darum, zu beleuchten, was die progressiven Tendenzen in der technischen und wissenschaftlichen Entwicklung sind.

Sein Blickwinkel ist spannend, weil er moderne bürgerliche Kapitalismuskritik, die immer auf Entschleunigung setzt, als eine Ideologie beschreiben kann. Diese Ideologie funktioniert nach einer einfachen Formel: "Moderne = Kapitalismus = Fortschritt = ständige Beschleunigung". Dabei muss das eben nicht stimmen, wie er im folgenden Interview sehr inspirierend darlegt.

Wir könnten in 20 Jahren einen anderen Namen für das haben, was wir heute noch "Kapitalismus" nennen
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 14 Tagen

    ...ich finde das wirklich an gleich mehreren Stellen ein faszinierendes Interview. Danke! Ein zusätzlicher Aspekt fällt mir noch ein - Tempo ist 2018 nicht nur etwas, das durch technischen Fortschritt passiert. Tempo und manchmal zu viel Tempo entsteht auch durch einen längst perversen, kapitalistischen Druck alles sofort in quantitatives Wachstum umzumünzen. Die Verweigerung dieser Dynamik und das Streben nach einer Entschleunigung durch Konzentration auf für Menschen qualitative Lösungen ist aber nicht technikfeindlich und nicht reaktionär. Höchstens konservativ.