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Volk und Wirtschaft

Rico Grimm
Der piqer hat bisher keine Tätigkeit eingetragen.

Rico Grimm schreibt über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge für Medien wie Krautreporter, Capital, Business Punk und Zeit Online. Wenn er dafür den Schreibtisch verlässt, nimmt er immer die Kamera mit. Seine Lieblingsfrage ist: Warum?

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piqer: Rico Grimm
Freitag, 02.09.2016

Wie genau Apple so viele Steuern sparen konnte

Vor ein paar Tagen hat die EU-Komission von Apple verlangt, 13 Milliarden Euro Steuern an die irische Regierung nachzuzahlen. In der dazugehörigen Pressemitteilung sagte sie, dass Apple 2014 nur 0,005% Steuern auf seine in der EU erwirtschafteten Gewinne gezahlt habe. Wie genau das funktioniert, erklärt Stephan Dörner vom Digital-Magazin t3n:

1. Gewinne, die in Europa gemacht werden, werden als Lizenzgebühren an ein Tochterunternehmen in Irland gezahlt.

2. Dieses Tochterunternehmen zahlt Tantiemen (ergebnisabhängige Vergütungen) an ein Tochterunternehmen in den Niederlanden. 

3. Das wiederum zahlt Lizenzgebühren an ein Tochterunternehmen in Irland - das allerdings einer Firma in einem Steuerparadies gehört. Eigentlich müssten jetzt die normalen Steuersätze greifen, aber Lizenzgebühren sind von der Steuer befreit.

Was ich bemerkenswert finde: dieses Modell funktioniert nur, weil es "geistiges Eigentum" gibt - dafür fließen ja die angeblichen Lizenzgebühren von einem Tochterunternehmen zum Anderen. "Geistiges Eigentum" ist hier also Gefäß zur Steuervermeidung; ziemlich hohl das Ganze. 

Wie genau Apple so viele Steuern sparen konnte
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