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Volk und Wirtschaft

Georg Wallwitz
Autor und Verwalter, selbständig
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piqer: Georg Wallwitz
Montag, 13.06.2016

Was kommt nach dem Brexit?

Die Welt wird sich weiter drehen, auch wenn der Brexit kommt. Wie also geht man mit dem Undenkbaren um? Die Schweizer machen sich Gedanken, denn für sie könnte der Zuwachs an Ländern, die (West)europäisch, aber außerhalb der EU sind, von großem Interesse sein.

Die NZZ hat dazu einen hübschen Artikel, der einige Szenarien durchspielt. Etwa ein Europa der drei Geschwindigkeiten:

"Theoretisch gäbe es nach dem Brexit eine Alternative, die aus schweizerischer wie aus britischer Sicht akzeptabel sein könnte: die Fortentwicklung des EWR mit Mitentscheidungsrechten für die Efta-Staaten überall dort, wo sie sich zur Übernahme des Acquis communautaire verpflichten. Das wäre ein dritter Kreis europäischer Länder, nach den Euro-Ländern und den übrigen EU-Staaten. Die Aussen- und Sicherheitspolitik liesse sich parallel mit einer anderen Polit-Geometrie organisieren. Dazu müsste die Union aber ein Stück weit ihre eigene Geschichte rückgängig machen und auf den historischen Entscheid von 1990 zurückkommen, als sie den Efta-Staaten im EWR die Mitbestimmungsrechte verweigerte. Denkbar ist ein solches Szenario nur, wenn der EU die Felle davonschwimmen und eine Absetzungsbewegung mit Grossbritannien an der Spitze in Gang kommt. Das könnte durchaus eine Option für die Schweiz sein. Das Abwägen zwischen neuen Mitgestaltungsmöglichkeiten und einem Verzicht auf (Schein-)Souveränität bliebe ihr aber nicht erspart."

Vielleicht stellt man sich schon mal darauf ein ...

Was kommt nach dem Brexit?
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Kommentare 1
  1. Christian Odendahl
    Christian Odendahl · vor mehr als einem Jahr

    Interessanter Artikel. Allerdings politisch nicht realistisch, denn die EU wird kaum eine solche dritte Klasse anbieten wollen, auch nicht wenn die Felle langsam wegschwimmen. Denn es würde dann von anderen Staaten so viel hinterfragt, dass es instabil werden könnte. Da lieber noch bis zur nächsten Wahl durchhalten.