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Volk und Wirtschaft

Rico Grimm
Der piqer hat bisher keine Tätigkeit eingetragen.

Rico Grimm schreibt über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge für Medien wie Krautreporter, Capital, Business Punk und Zeit Online. Wenn er dafür den Schreibtisch verlässt, nimmt er immer die Kamera mit. Seine Lieblingsfrage ist: Warum?

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piqer: Rico Grimm
Montag, 08.08.2016

Warum Uber völlig uberbewertet sein könnte

Alphabet, Amazon, Facebook, Google - Uber. Die Sache ist für die Investoren des Fahrdienstleisters klar: Uber wird bald in einer Reihe mit den ganz Großen stehen. Deswegen haben sie die Firma auf satte 62,5 Milliarden Dollar taxiert - mehr als BMW. Dabei gibt es sehr gute Gründe diese Bewertung für übertrieben zu halten, allerdings trauen sich nur wenige im Silicon Valley das so klar zu sagen. Und selbst wer zu der Überzeugung gelangt, dass diese Bewertung übertrieben ist, wird davon nicht profitieren können. Denn Uber, genauso wie Dutzende andere Milliarden-Start-Ups, sind nicht an der Börse notiert - deswegen kann man nicht auf deren Kursverfall wetten. Niemand kann "short" gehen.

Steve LeVine, der Autor dieses lesenswerten Textes, versucht es trotzdem. Zunächst schildert er, warum es eine gute Idee sein könnte, gegen Uber zu wetten. (Und wenn man diesen Abschnitt gelesen hat, hält man es tatsächlich für eine gute Idee oder zumindest für keine gute Idee, jetzt noch in Uber zu investieren). Danach steigt er in die Gemäuer der Finanzmärkte hinab, um einen Weg zu finden, auf die Abwertung einer Firma zu wetten, die noch nicht am Börsenmarkt ist. Dort tauchen dann auch die nervigen alten Bekannten der Finanzkrise, die Credit Default Swaps (CDS), wieder auf. Aber selbst sie lassen sich kaum verwenden, um auf den Abstieg von Uber zu setzen. Das ist schlecht, weil Short-Seller (im besten Fall) so etwas wie die Putzerfische der Finanzmärkte sind: Wird da Geld verschwendet? Gibt es ein nachhaltiges Geschäftsmodell? Short-Seller prüfen Bewertungen. Und die Bewertungen der Start-Ups sind gigantisch. Es dürfte einen Grund geben, warum viele Start-Ups zögern, an die Börse zu gehen. 

Gegen Ende wird der Text, zugegeben, etwas arkan. Wer einfach eine ziemlich prägnante Kritik an Uber lesen will, sollte sich auf die ersten vier Teile des Textes beschränken. 

 Warum Uber völlig uberbewertet sein könnte
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