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Volk und Wirtschaft

Rico Grimm
Der piqer hat bisher keine Tätigkeit eingetragen.

Rico Grimm schreibt über wirtschaftliche und politische Zusammenhänge für Medien wie Krautreporter, Capital, Business Punk und Zeit Online. Wenn er dafür den Schreibtisch verlässt, nimmt er immer die Kamera mit. Seine Lieblingsfrage ist: Warum?

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piqer: Rico Grimm
Dienstag, 06.09.2016

Warum Frauen aufgehört haben zu programmieren? Weil PCs als Jungsspielzeug vermarktet wurden.

Das ist ein erstaunliches Beispiel für die Kraft von Werbung und Narrative. Bis ca. 1980 stieg die Frauenquote in den Informatik-Studiengängen der amerikanischen Universitäten an. Dann fiel sie plötzlich abrupt auf das heute viel zu niedrige Niveau, weil die großen Computerfirmen IBM, Apple und Microsoft begannen, die Heimcomputer, die PCs, als ein Gerät zu vermarkten, das sich vor allem an Jungs richtet.  

Warum Frauen aufgehört haben zu programmieren? Weil PCs als Jungsspielzeug vermarktet wurden.
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Kommentare 2
  1. Georg Wallwitz
    Georg Wallwitz · vor etwa einem Jahr

    Programmieren war mal Frauenarbeit. Angeblich hat Ada Lovelace, die Tochter von Lord Byron, damit angefangen.
    Und bevor es elektronische Rechner gab, waren die Rechner, damals "Computer" genannt, welche beispielsweise Differenzialgleichungen für technische Anwendungen lösten, meistens Frauen.

  2. Yaron Goldstein
    Yaron Goldstein · vor etwa einem Jahr

    Hallo Rico. Wieder einmal eine schöne Zusammenfassung von dir.

    Lese-Tipp: "The Innovators", eine Historie der Entwicklung von Computern (inkl. der wechselnden Rolle von Frauen)

    Um einen weiteren Grund in die Runde zu werfen: Bis in die 80er Jahre war es cool und aufregend, Hardware zu basteln. Programmieren war doof, dass wollten die Männer nicht und haben es den Frauen überlassen. Durch die Standardisierung von Hardware durch Apple und Microsoft wurde plötzlich die Software das Verkaufsargument, und künftige Generationen von computerbegeisterten Männern stürzten sich auf Software-Entwicklung, für die sie sich vorher nicht interessierten

    Aber deine Begründung gefällt mir besser: Die bösen Medien und Marketingler waren Schuld