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Volk und Wirtschaft

Christian Odendahl
Wirtschaftspiqster
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piqer: Christian Odendahl

Warum die EZB die Sparer nicht enteignet

Über Geldpolitik, ein zugegeben komplexes Thema, findet man in Deutschland Mythen und Legenden zuhauf, teilweise auch in seriösen Medien. Nachdem heute die EZB angedeutet hat, dass sie ihre Politik weiter wird lockern müssen, sollte man mit einem wichtigen Mythos aufräumen: dass die momentane Geldpolitik der EZB die Sparer enteigne. Und wer könnte das besser, als drei deutsche Ökonomen, die sich zudem mit dem speziellen Fall Deutschland beschäftigen.

Das Papier hat 50 Seiten, allerdings ist einem mit der dreiseitigen Conclusion schon sehr geholfen. Im Kern argumentieren sie, dass der reale Zinssatz, d.h. der Zinssatz abzüglich Inflation, von der Zentralbank über einen längeren Zeithorizont nicht beeinflusst werden kann. Und dieser reale Zinssatz ist es, der die Sparer interessiert (oder interessieren sollte). Eine künstlich restriktive Geldpolitik, wie in Deutschland leider immer wieder gefordert, würde die Zinsen für Sparer über die mittlere Frist eher senken, weil sie die Wirtschaft schwächt. Die Introduction des Papiers zeigt zudem ganz schön, welch absurder Unsinn in Deutschland teilweise zu diesem Thema geschrieben wird.

Warum die EZB die Sparer nicht enteignet

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