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Volk und Wirtschaft

Thomas Rehehäuser
Thomas Rehehäuser
Community piq
Montag, 06.05.2019

Systemische Kapitalismuskritik

In unserer Aufmerksamkeitsgesellschaft sind Forderungen von Herrn Kühnert zu BMW & Co. ein gefundenes Fressen. Alle geben ihren Senf dazu, manche distanzieren sich, manche werten ab, manche stimmen zu.

Jetzt ist Herrn Kühnert dazu in Talkshows und sorgt für ausreichend Gesprächsbedarf. Und er stößt eine wichtige Diskussion an, die ob unser Kapitalismus - so wie er heute sich zeigt - für uns noch stimmig ist.

Fritz B. Simon nimmt diesen Ball ebenfalls auf und zeigt aus systemischer Sicht, wo wir ansetzen sollten.

»Wenn wir uns die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Verstaatlichung von Unternehmen stellen, so müssen wir m.E. sehr genau differenzieren. BMW zu verstaatlichen scheint mir keine gute Idee. Bei Autos gibt es einen funktionierenden Markt, der – siehe die Chinesen mit ihren E-Autos oder auch Tesla – sogar die deutschen Autobauer dazu bringen wird, sich Gedanken über alternative Antriebe zu machen. Beim Verstaatlichen von Wohnungsunternehmen sieht die Lage anders aus.«

Für alle, die einen systemischen Blick auf den aktuellen Diskurs lesen wollen.

Systemische Kapitalismuskritik
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Kommentare 3
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 4 Monaten ·

    Wunderbar schlicht erklärt...alles gar nicht so kompliziert. Ich versuchs mal etwas schwieriger zu machen....anders gesagt: wenn wir viel Freiheit wollen, brauchen wir einen Staat, der über die Gleichheit wacht. Dadurch entsteht aber diese Dynamik „die Reichen gegen den Staat“, die, glaube ich, wahnsinnig viel Schaden anrichtet. Immer degenerieren Systeme in Quasi-Oligarchien, in denen sich Macht und Verantwortung trennen.
    Wie werden wir das auflösen?

    1. Thomas Rehehäuser
      Thomas Rehehäuser · Erstellt vor 4 Monaten ·

      ich würde den Diskurs früher beginnen. Wofür brauchen wir einen Staat? Welche Aufgaben übernimmt diese Organisation, die im Falle eines Falles zur Gewalt nach Innen (gegenüber Bürgern) oder Gewalt nach Außen (gegenüber Menschen außerhalb der eigenen Grenzen) anwenden kann, darf, soll? Wir sollten zuerst klären und definieren, wofür wir einen Staat wirklich brauchen.

      In diesem Zuge müssen wir uns fragen, wie viel Verantwortung wir bei den Bürgern lassen und welches Menschenbild diesem Staat zu Grunde liegen soll.

      Bei der aktuellen Regelungswut, ist diese Debatte dringend notwendig.

      Danach könnten wir über unsere Werte sprechen, über zentrale Begriffe wie Reichtum, Existenz, Arbeit, Solidarität, ...

      Ein spannender Prozess, der auf uns wartet ... Ich wäre mit dabei!

    2. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

      @Thomas Rehehäuser Ich stimme Ihnen soweit zu dass wir als Bürger und Gesellschaft diese Überlegungen Diskussionen benötigen - aber nicht unbedingt im politischen Diskurs. Dieses gehört zur Bildung und speziell der Bildung des Staatsbürgers. Politisch tatsächlich den Staat in frage zu stellen - sorry, das ist nicht nur unpraktikabel es ist gefährlich.
      Das Wie des Staates, seines Verhältnisses zum Markt etc., alles in seiner demokratischen rechtsstaatlichen Verfasstheit, das kann und sollte man besprechen und diskutieren.
      Vielleicht zielen Sie aber auch eher ab auf die Gestaltung des zukünftigen, neues Staates EU, dann bin auch ich bei Ihnen/dabei :-)

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