Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Volk und Wirtschaft

Frank Lübberding
Journalist und Autor
Zum piqer-Profil
piqer: Frank Lübberding
Mittwoch, 20.03.2019

Suche nach dem verlorenen Sinn

Im Jahr 1965 hatte die deutsche Politik noch andere Probleme mit der Deutschen Bank. Die Macht der größten deutsche Großbank symbolisierte sich in der Person ihres Vorstandssprechers Hermann-Josef Abs und seinen dreißig Aufsichtsratsmandaten in führenden deutschen Unternehmen. Mit der "Lex Abs" wurde diese Zahl auf zehn beschränkt. Am Geschäftsmodell der Deutschen Bank im deutschen Universalbankensystem änderte sich aber nichts. Sie lebte, wie auch ihre kleineren Konkurrenten Dresdner Bank und Commerzbank, von ihren Unternehmensbeteiligungen und dem damit verbundenen Kreditgeschäft. Die Großbanken waren die Schnittstelle im Modell Deutschland. Sie machten praktisch Industriepolitik und hatten entsprechenden politischen Einfluss. Seit dem beginnenden Verfall dieses Modells ab den 1980er Jahren suchen diese Banken nach einem neuen Geschäftsmodell. Der viel geschmähte Josef Ackermann hatte immerhin mit einem aggressiven Investmentbanking den Umstieg zu einem angelsächsischen Bankenmodell versucht. An den Folgen leidet die Bank allerdings noch heute. In dem Artikel von Lukas Zdrzalek über die Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank wird das Scheitern dieser Suche nach einem Geschäftsmodell deutlich. Er nennt jene Argumente, die gegen diese Fusion sprechen. Das entspricht zwar dem ökonomischen Mainstream, ist aber trotzdem nicht überzeugend. Mit der Fusion reagiert man nämlich auf einen Veränderungsprozess in der Weltwirtschaft. Dort trifft die Marktlogik der Globalisierung längst auf die Konkurrenz der politischen Logik von Großwirtschaftsräumen. Eine exportabhängige Volkswirtschaft wie Deutschland braucht für seine Unternehmen eine international konkurrenzfähige Großbank mit den entsprechenden Kompetenzen. Das löst noch nicht die Schwierigkeiten im Fusionsprozess. Aber die deutschen Großbanken hatten bisher vor allem ein Problem: Sie wussten eigentlich nicht mehr, wozu sie überhaupt noch da sind. Das zu ändern, wäre immerhin schon einmal ein Fortschritt.

Suche nach dem verlorenen Sinn
8,9
7 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Volk und Wirtschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer Kuratoren als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in iTunes:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.