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Volk und Wirtschaft

Frank Lübberding
Journalist und Autor
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piqer: Frank Lübberding
Freitag, 05.07.2019

Sind zehn-Euro-Flüge nach Mallorca ein ökologischer Frevel?

In Nordrhein-Westfalen beginnen bald die Sommerferien. Bekanntlich ist Urlaubszeit gleich Reisezeit. Entsprechend wird auf den Flughäfen in unserem Land Hochbetrieb herrschen. In früheren Jahren konnte die Luftfahrtbranche schon einmal die von uns Medien gefürchtete Sommerpause mit Schlagzeilen füllen. Es gab Streiks oder Verspätungen. Bisweilen strandeten Urlauber auf Flughäfen, weil ihre Fluglinie in Konkurs gegangen war. Heute wollen wir uns aber mit der Stichhaltigkeit des oben zitierten Tweets von "Fridays for future Düsseldorf" beschäftigen. Er steht pars pro toto für ein häufig zu hörendes Argument: Fliegen wäre aus umweltpolitischer Perspektive zu billig – und dafür sind solche Angebote zum Symbol geworden. Aber stimmt das überhaupt? Nur zum Vergleich: Für einen aktuellen VW Golf VII müsste man für die 1.636 km (Düsseldorf – Mallorca) mit Betriebskosten von mindestens 750 Euro rechnen, ohne Berücksichtigung der Fährkosten und eines Gehalts für den Fahrer. Ein auf dieser Strecke eingesetzter Airbus A 320 oder A 321 mit 200 Sitzplätzen ist zweifellos teurer. Für 2.000 Euro kann keine Fluggesellschaft nach Mallorca fliegen. In Wirklichkeit sind diese Preise kein Beleg für Umweltschädigung, sondern für ökonomische und ökologische Effizienz. Der betriebswirtschaftliche Mechanismus wird von Claus Hecking in diesem drei Jahre alten Zeit-Artikel gut erläutert. Er sorgt für eine hohe Auslastung der Flüge und senkt damit die CO2-Emissionen pro Passagier. An der ökologischen Effizienz dieses Mechanismus ändere sich selbst dann nichts, wenn man etwa mit einer CO2-Steuer das Preisniveau für den Flugverkehr erhöhte. So dürfen weiterhin alle Kunden mit gutem Gewissen nach günstigen Flugpreisen suchen. Es ist ein sinnvoller Marktmechanismus. Aber natürlich kann man auch mit dem Auto oder der Bahn bis Barcelona fahren, um später die Fähre zu nutzen. Alternativ wäre noch Urlaub auf Balkonien oder in Bad Meingarten möglich. Auf jeden Fall wünschen wir gute Erholung.

Sind zehn-Euro-Flüge nach Mallorca ein ökologischer Frevel?
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Kommentare 30
  1. Holger Lindner
    Holger Lindner · Erstellt vor 4 Monaten · Bearbeitet vor 4 Monaten

    Lieber Frank,
    die Vereinigung "FridaysForHonks (...)" ist eine Ansammlung von "Gottesanbetern" außer "Glaube, Liebe, Hoffnung" ist dort nicht viel in den Synapsen vorhanden. Es sind schon genügend Leute zB Leonardo da Vinci an solchen Sekten gescheitert. Denn "Glaube,Liebe,Hoffnung" schließt "Ratio,Logik,Ursache,Wirkung" definitiv dogmatisch aus.

    Daher denke ich, ja , nicht glaube ich, sondern denke ich, dass die breite Masse schlicht und einfach für diese höhere Mathematik nicht bestimmt ist.

    und nun an den Diemelsee...

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Lieber Holger,
      wir möchten auf piqd konstruktive Debatten führen. Dazu gehören verschiedene Meinungen, diese sollten jedoch möglichst sachlich geäußert werden. Dein Kommentar ist nicht wirklich schlimm, aber ich verstehe nicht, welchen Beitrag er zur Debatte leisten soll, weil er einer sachlichen Argumentation entbehrt.

    2. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Maximilian Rosch Lieber Maximilian,
      ich wusste es schon vorher, das der Eingangsbeitrag schwer zu "interpretieren " ist. Weil er eben voller "Trigger-Worte" besteht, die Emotionen und somit Reaktionen erwecken sollen.

      Einerseits suggeriert ! "Für 10 Ocken nach Malle" etwas "moralisch" ungeheuerliches... und dann auch noch das teuflische Fliegen in den "Flug-Taxis", wodoch spätestens Übermorgen uns der "Himmel auf den Kopf" fällt.

      Andererseits wird doch wohl keiner denken, dass so ein "Flug-Taxi" bei 200 Passagieren Befüllung für 2.000 Ocken nach Malle fliegen wird. Sind wir denn in der DDR ? Es muss sich dann wohl um eine Art Kalkulation handeln, wie man denn solche Schnäppchen auch anbieten kann.

      So ein Flugzeug fliegt ja auch mit 100 Passagieren nach Malle.

      Der Spritverbrauch beim A320 liegt bei rund 2.700 Liter die Flugstunde. D-Dorf --> Ballermann rund 2,5 Stunden ergo rund 6750 Liter Sprit.

      Bei 200 Passagieren sind das 33,75 Liter Sprit / Kopf an Verbrauch. (Oneway)

      Bei 100 Passagieren verdoppelt sich das nun pro Kopf Dann --> 67,5 Liter

      Die Wegstrecke für den Golf beträgt 1.600 km bei einem Verbrauch im Durchschnitt von 8 Litern (vollgepackt und mit 4 Personen) macht das 200 Liter Sprit (Oneway)also pro Person rund 50 Liter.
      Fährt man aber nur zu zweit, dann sind es pro Pertson eben 100 Liter.

      (Ohne Fähre)

      Ein A320 kommt auf ca. 3.000 Flugstunden (von 8.760 möglichen) im Jahr a. ca. 900 km/h = 2,7 Millionen Kilometer/anno. Befördert dabei , in diesem Malle Beispiel (bei einer 150er Auslastung), 180.000 Passagiere /anno [3.000h/2,5h*150P=180k]

      Ein Golf braucht für die Strecke 1.600 km (oneway) rund 25 Stunden (optimistisch gedacht) 10 mal länger, als das "Flugtaxi".

      Um auf 3.000 effektive Flugstunden zu kommen, kann der Golf in der Zeit nur 120 Touren nach Malle fahren. [3000h/25h = 120] und befördert maximal dabei 480 Personen/anno. [120*4=480]

      Um also auf 180.000 Passagiere/a zu kommen, müssen 375 Golf eingesetzt werden, bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 1.880kg/Golf [Leergewicht 1.330kg]

      Die 375 Golf wiegen als Stahlklumpen (leer) also rund 498 Tonnen.
      Ein A320 wird mit rund 61 Tonnen (leer) angegeben.

      Also rund 6 mal Produktionsschonender (Herstellung) als die Anzahl der benötigen Golf...

      Gehen wir von 10 Jahren Betriebszeit aus, und nehmen wir an, dass ein moderner Golf nach 600.000 km Laufleistung in der Presse landet, dann schafft der Golf gerade mal 375 Touren. Bei möglichen 120 Touren/Tag also rund 3 Jahre. Ergo müssen alle 3 Jahre 375 Golf VII erneuert werden. Im Gesamtzeitraum werden also nun rund 1.125 Golf benötigt, um einen Airbus A320 zu ersetzen. Wenn dieser auch nur 10 Jahre halten sollte.

      Allein in der 10 Jahresproduktion an Kilogramm führt der Golf mit 1,5 Millionen Tonnen gegenüber lächerlichen 61 Tonnen für nur ein "Flugtaxi".

      Auf dieser Basis, kann man ja meinetwegen eine sachliche Diskussion führen.

      Auch gerne über die Kostenoptimierung.

      Auch gerne darüber, wie viel Energie man reinstecken muss, und welchen Wirkungsgrad welche Maschine denn nun hat. Über einen gewissen Zeitraum mit einer gewissen Auslastung.

      Auch können wir das für die ach so "brave" "ordentliche" Bahn machen.

      Wäre doch mal ne schöne Aufgabe für die FridayForFuture Aktivisten Gang

      odda nicht ?! ;D

    3. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Holger Lindner Daher ist diese Aussage von Dir:

      "Da verstehe ich deine Argumentation nicht, denn im Vergleich mit dem pro Kopf CO2-Ausstoß eines Autos schneidet der Flieger immer noch schlechter ab.."

      Nur einfach eine medialwirkende Parole, die nicht hinterfragt wird, sondern 1:1 einfach übernommen wird. Damit sind keine sachlichen Diskussionen zu führen.

      Fliegen ist das sicherste, das beste ökologische und ökonomische Prinzip, man kommt auch selten in Seenot. Warum ?! Frag doch einfach die Vögel, die wissen schon, warum sie diese Kunst beherrschen.

      Man nennt es auch Energieeffizienz.

      Und diese hat was mit Physik und der Dynamik etwas zu tun und nichts mit "Glaube,Liebe,Hoffnung"

      Um diese tiefere Betrachtungsweise aber auch tätigen zu können, und eben nicht aus dem Bauch heraus zu "Meinen", dazu bedarf es auch die Details bennen zu können, damit dieses Puzzle zum Schluß ein gesamt "Werk" wird.

      Natürlich kann man sich nun Fragen: Ist es denn wirklich "Notwendig" die Strecke A zu B zurück zu legen. Aber das ist wohl eine andere Frage, nämlich die, der "Globalisierung".

    4. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Holger Lindner Danke für die ausführliche Antwort und das Vorrechnen. Klar, ökonomisch ist dieser Mechanismus nachvollziehbar. Ökologisch hinsichtlich des Treibstoffverbrauchs auch, beim CO2-Ausstoß schneidet das Flugzeug trotzdem schlechter ab. (Wenn man nicht gerade allein ein sehr großes altes Auto fährt) https://www.quarks.de/...

      Ich hoffe sehr, dass die Reaktion auf #Flugscham nicht ist, dass jetzt alle mit dem Auto nach Mallorca fahren. Das ist es auch nicht das, worauf Fridays For Future hinaus wollen.

      Es geht doch viel mehr um das bewusst machen der Konsequenzen, die unser Handeln haben kann. Deswegen super, was du im letzten Absatz anreißt.

    5. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Maximilian Rosch Nein, das ist defacto falsch diese Aussage:

      -->"beim CO2-Ausstoß schneidet das Flugzeug trotzdem schlechter ab."

      Es ist eben nicht so... warum habe ich eigentliche diese Berufe erlernt, die "CO2" Bilanz in Gänze zu betrachten ?! Vom Rohstoff bis zur Endmontage, und dann im Einsatz über einen gewissen Zeitraum bei einer bestimmten Auslastung ?!

      Hast Du das gelernt ?!

      Meinst Du, wir Industrietrottel können nicht Denken und Kalkulieren ?!

      Das ist unser täglich Brot die Kosten zu optimieren, und somit auch die Energiebilanz zu optimieren, denn Energie=Kosten !

      Das bei höchst möglicher Sicherheit der Nutzer!

      Ich habe oben erklärt, dass die CO2 Bilanz "Fliegen" bei einer bestimmten Auslastung über einen bestimmten Zeitraum die effektivste ist !

      Weißt Du, wie viel Primärenergie eingesetzt werden muss, damit dieser Laden am Laufen ist ?!

      Wenn Du die ganze ProduktionsKette nimmst, dann ergibt sich ein anders Bild. Wenn man aber ständig davor die Augen verschließt aus Unkenntnis, oder warum auch immer, ist ja eh alles Teufel und so, dann ist eben eine Diskussion hinfällig.

      Auf moralische Art und Weise führe ich solche Diskussionen nicht mehr. Das ist mir zu dumm.

      Und der Witz dabei ist, ich verdiene sogar mein Einkommen mit dieser irrwitzigen "Zeitenwende".

      Wenn also nun 160.000 Menschen zum Ballermann pro pilgern wollen, warum auch immer, was ist dann in der Gesmatbetrachtung ökologischer?!

      Der Golf oder der Airbus ?!

      In dem Fall der Airbus !

      Allein aus ganz banaler Betrachtung heraus.

      Man kann sogar Zug zum Flug buchen... geht auch.

      Die Bahn bietet schließlich auch Sparpreise an ;D

    6. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Holger Lindner Und genau in dieser völlig richtigen Rechnung findet man den Grund, warum erst der moderne Flugverkehr diese Form des Massentourismus möglich gemacht hat. Das ist nun wirklich ein konstruktiver Beitrag. Chapeau!

  2. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Hallo Frank,
    geht es hier im piq um eine ökonomische oder eine ökologische Frage? Klar, wenn die Fluglinie billig Tickets raushaut, um den Flieger vollzukriegen, macht das ökonomisch Sinn. Aber wirklich ökologisch ist es nicht. Da verstehe ich deine Argumentation nicht, denn im Vergleich mit dem pro Kopf CO2-Ausstoß eines Autos schneidet der Flieger immer noch schlechter ab..

    1. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

      Es geht um den Marktmechanismus. Natürlich ist die optimale Auslastung ökologisch effizient. Deshalb hat die Kritik an diesen Mechanismus auch keine Grundlage. Eine Fluglinie wird übrigens bei fehlender Nachfrage jede Verbindung einstellen. Das war mit dem Hinweis auf Balkonien und Bad Meingarten gemeint. Und die Besucherzahlen auf Mallorca werden drastisch zurückgehen, wenn der Flugverkehr dramatisch teurer wird. Das Auto konkurriert nämlich in Wirklichkeit gar nicht mit dem Flugzeug, wenigstens nicht bei Mittel- und Langstrecken. Was aber richtig ist: Auch George Sand und Frederic Chopin machten schon auf Mallorca Urlaub ... .

  3. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 3 Monaten ·

    ich wünsche auch gute Erholung.
    der Mechanismus mag ja geeignet sein die Auslastung zu steigern, aber die Kritik an zu billigen Flugangeboten zielt doch auf etwas ganz anderes oder? Kerosin wird nicht besteuert, Flughäfen auch nicht und die ökologischen Folgekosten müssen nicht kalkuliert werden. In Summe kann ich im August mit meiner Frau für etwa 1800€ mit dem Zug nach Edinburgh fahren, oder für 390€ fliegen.
    #Flugscham ist eigentlich eine super Sache. Es sagt ja eben nicht "du darfst nicht fliegen", sondern es sagt "wenn du schon fliegst, mach dir klar, was du tust und prüfe, ob es notwendig oder unverzichtbar ist" - das Potential der CO2 Einsparungen, die möglich wären, wenn alle verzichten würden, auf was ihnen noch nicht mal echt weh tut, liegt vermutlich bei 50%.
    Woher kommt nur diese Energie, die Wandelwilligen mit Spott und mühsam verdecktem Hass zu überziehen? Interessiert mich tatsächlich.

    1. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

      Das habe ich doch in dem Post deutlich gemacht: Selbst in einem anderen regulatorischen Umfeld wird sich an der Effizienz dieses Mechanismus nichts ändern. Der ist auch nicht neu: Die Bahn versucht auch mit unterschiedlicher Preisgestaltung das Verkehrsaufkommen zu entzerren. Und jeder Autofahrer versucht seine Reiseplanung so zu gestalten, dass er nicht in die größte Verkehrswelle hineinfährt. Es geht auch nicht um Spott, sondern um ökonomische Gesetzmäßigkeiten. Das Beispiel mit Edinburgh ist hervorragend. Es ist schlicht nicht machbar für 390 € mit der Bahn dorthin zu kommen. Vom Zeitaufwand einmal abgesehen. In den meisten Fällen finden solche Reisen dann nicht mehr statt. Wer das Flugzeug mit realistischen, also politischen Preisen versehen wird, wird das akzeptieren müssen. Der moderne Massentourismus hatte als Voraussetzung die Effizienzsteigerung im Verkehrssektor. Das ist conditio sine qua non. Wer das ändert, wird den Tourismus wieder zum Vergnügen einer privilegierten Schicht machen. Das muss jeder wissen.

    2. Michael Praschma
      Michael Praschma · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Frank Lübberding Pardon, aber die Antwort war jetzt wirklich intellektuell unredlich! Es ging Fridays for Future um eine ökologische Kritik an Billigflügen. Weil die das Flugaufkommen erhöhen. Darauf jetzt dauernd mit der Binsenweisheit zu kontern, dass es um Transporteffizienz geht, verschleiert doch nur, dass damit das völlig richtige Anliegen desavouiert werden soll, den Flugverkehr zu reduzieren. (Wofür Billigflüge eben kontraproduktiv sind!)
      Und ja, solange (auch) Preise die Funktion erfüllen, die Nachfrage nach einem schädlichen Produkt zu drosseln, wird das Reichere weniger treffen als Ärmere. Das ist aber immer noch deutlich besser, als dass immer mehr und mehr geflogen wird, just for fun.

    3. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Michael Praschma Dieese Kritik an dem betriebswirtschaftlichen Mechanismus hat keine Überzeugungskraft, wie deutlich geworden sein sollte. Damit sollte allerdings in der Debatte auch nur ein Symbol für etwas anderes gesetzt werden: Nämlich ob der Flugverkehr teurer werden soll. Intellektuell unredlich wäre es allerdings, die logischen Konsequenzen dieser Forderung zu verschweigen. Und das betrifft eben nicht nur ein paar Reichere, was immer gerade darunter verstanden wird.

    4. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Frank Lübberding Du tanzt weiter rum um den eigentlichen Punkt und das weißt du auch.

    5. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Marcus von Jordan Um welchen Punkt? Dass der Flugverkehr teurer werden soll? Das kann man machen, aus welchen Gründen auch immer. Der Punkt sind die Konsequenzen.

    6. Michael Praschma
      Michael Praschma · Erstellt vor 3 Monaten · Bearbeitet vor 3 Monaten

      @Marcus von Jordan @Frank Lübberding "Diese Kritik an dem betriebswirtschaftlichen Mechanismus hat keine Überzeugungskraft, wie deutlich geworden sein sollte." Die ganze Zeit den betriebswirtschaftlichen Mechanismus zu thematisieren, ist de facto nichts anderes als ein durschaubares Framing. Das lenkt vom ökologischen Anliegen ab, hat schlicht nichts damit zu tun und ist daher, ich sags nochmal, intellektuell unredlich. Bitte gib ein plausibles Motiv für deinen Piqd bekannt. ("Ausgelastete Flüge sind betriebswirtschaftlich sinnvoller", darauf hinweisen zu wollen, ist unglaubhaft, weil das nun wirklich jeder weiß.)

    7. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Michael Praschma Muss jetzt zwar weg ... . Nur das noch. Sie kommen um die Folgen ihres ökologischen Anliegens nicht herum. Das Gerede über Framing etc. ist schlichter Unsinn. Aber lassen wir das.

  4. Daniela Becker
    Daniela Becker · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Natürlich ist es nicht so gemeint, aber das ist ein hervorragendes Plädoyer dafür, warum das Aufkommen von Flügen INSGESAMT reduziert werden muss. Das ginge beispielsweise durch begrenzte Start- und Landeerlaubnisse für Flugzeuge, Kerosinsteuern auf nationaler und globaler Ebene, Vielfliegerabgaben, schäfere Umweltnormen für Flugzeuge und Moratorien für bestehende Ausbauprojekte von Flughäfen. Die verfügbaren Sitzplätze können dann gerne nach BWL-Kriterien vergeben werden (ziemlich sicher nicht zu 10 Euro pro Stück). "Wir" wünschen gute Erholung.

    1. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Siehe die Antwort an Marcus.

  5. Michael Praschma
    Michael Praschma · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Das ist der dümmste Teaser zu einem Piqd-Artikel, den ich je gelesen habe. Die Milchmädchenrechnung "hohe Auslastung der Flüge sorgt für weniger CO2-Belastung" – ach ja: "pro Passagier" heißt "konsequent zu Ende gedacht" natürlich: Es dürfen also alle mit gutem Gewissen billig.fliegen. Das ist so plump! Nein, Frank Lübberding konsequent zu Ende denken suggeriert (!) fröhlich unbeschwert: Je mehr Leute fliegen, desto besser fürs Klima.

    Ich weiß eh, was er meint, ich habs kapiert. Aber bei dieser Argumentation auszublenden, dass die Schnäppchenpreise den Flugverkehr anheizen, ist schlicht unseriös.

    1. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Siehe die Antwort an Marcus. Niemand muss fliegen.

    2. Michael Praschma
      Michael Praschma · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Frank Lübberding Siehe die Antwort auf die Antwort an Marcus. Es wird nicht besser.

    3. Frank Lübberding
      Frank Lübberding · Erstellt vor 3 Monaten ·
  6. Holger Lindner
    Holger Lindner · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Die ganze Diskussion offenbart mal wieder, dass es nicht um Fakten geht, sondern um irgendwelche moralische Ansichten, derjeniger die nun unbedingt "Gutes" für das eigenen Seelenwohl erhaschen wollen.

    Auf der einen Seite sollen wir alle "Multikulti" sein, auf der anderen Seite, ist das aber wegen dem hysterischen Klima Gekreische, was derzeit Mode ist, moralisch nicht zu verantworten.

    Dann bitte schön, dann schränkt ganz einfach das Privileg der Reisefreiheit ein !!!

    Dann ist es eben nur noch einer bestimmten EDEL-KASTE es erlaubt, andere Länder zu erkunden, und und und.

    Die allermeisten Honks können sich noch nicht mal mehr das "Europa" leisten in Kultur etc.pp. zu erkunden.

    Weil im Zwiebelleder dank allerlei Steuern und Abgaben, ja eh Ebbe ist... und die CO2 Steuer gibt es schon ! Oder die "Klimaprämie"

    Ja... "KLIMAPRÄMIE" ich bekomme also sogar noch eine PRÄMIE !

    Hey... wandert zu den Amisch People aus... da ist noch ein Plätzchen frei... !

    Wo bleibt denn dann der "Kulturelle" Austausch der Weltbevölkerung, wenn es demnächst untersagt wird, mit welchen Mitteln auch immer, diesen zu praktizieren?!

    Oder darf nur noch die "moralisch" einwandfreie Kaste der EDEL-GUTEN am Leben teilhaben ?!

    Anfang der 70er wurde die Ölkrise ausgerufen !!! Da war ich als kleiner Knirps auf der Autobahn (Sonntags war Fahrverbot) gerade das Laufen erlernt... da waren wir Erdlinge gerade mal um die 4 Milliarden hier auf Irden, darf man den Zahlen Glauben schenken...

    50 Jahre später laufen annähernd doppelt so viele hier rum. Und alle schreien dieses: "ICH WILL HABEN!"

    Wie viel MEGAWATT oder TERRAWATT oder noch eine Stufe höher UNIVERSUMWATT benötigen eigentlich alle "MEDIEN" zusammen um ihre Weisheit zu verkünden ?!

    Aber wenn die Dumpfbacke mal 14 Tage sich verpissen will, wohin auch immer, um vom Regen Detschland in die Traufe Ballermann zu springen, daran geht nun die GANZE WELT unter?

    Wie viel CO2 pulvert denn unsere Bürokratie mit 8 Durchschlägen in die Luft?!

    Warum Pendeln eigentlich Millionen von Deppen zu irgendwelchen Bull-Shit Jobs die eh keiner benötigt ?!

    Warum wird denn die Nordsee-Krabbe in Nord-Afrika gepuhlt um dann beim Tresen "Nordsee" wieder zu landen ?!

    Wieso werden Milliarden von Luftballons jährlich produziert mit dem Aufdruck "Happy Birthday" wenn die im Magen des Wales landen ?!

    Wir können aber auch uns mal die CO2 Bilanz eines weiblichen Konsumes und eines männlichen und eines diversen Gedanken machen.

    Alleine schon, wenn die XX Chromosomen nur noch 2 paar Schuhe ihr eigen nennen dürften, dann sinkt die CO2 Belatung enorm... Von den vielen Creme-Dosen die für Puder und Anti-Aging produziert werden gar nicht zu reden. Das Mikro des Plastiks lasse mer mal janz weg.

    Und dann die ganzen weltweiten Konzerte wo "Freedom For All" geträllert wird... und ein Herbert aus Bochum sich dann aber wieder schnell im Flieger nach London verpisst.

    AhA

    da geht dann das doch alles auf einmal wieder odda nicht?!

    Wie das alles mit dem Wachsdumm über alles in Einklang zu bringen ist, nun denn, das muss mir mal einer erklären und nicht nur mir.

    Am besten wäre, der deutsche EDEL-HONK mit rund 60 Millionen Anteil an Köpfen würde Suizid begehen. Dann hätten die restlichen rund 7.940.000.000 Erdlinge kein Problem (Herausforderung) weniger. Nur mehr Ruhe hätten diese.

    Aber mir alles logischer Weise zu dumm.

    Freiheit fordern, indem man diese einschränkt. Passt!

    1. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Jetzt schmeißt du aber wirklich alles in den Topf. Der Kommentar mit der Rechnung oben war wirklich gut, den ökonomischen Punkt kann wohl auch jeder nachvollziehen.

      Und natürlich geht es bei dieser ganzen Diskussion nicht nur ums Fliegen. Das war aber das hier gewählte Beispiel. Jetzt über alles zu schimpfen finde ich in diesem Fall drüber, das ist was für einen persönlichen Blogeintrag, nicht für für diese Kommentarspalte.

      Die Anmerkung mit dem Suizid finde ich einfach geschmacklos, das hat nichts mit sachlicher Debatte zu tun.

    2. Holger Lindner
      Holger Lindner · Erstellt vor 3 Monaten ·

      @Maximilian Rosch Die Sache mit dem "Suizid" ist klar Geschmacklos. Was erwartest Du denn auch ?!

      Das wäre aber nur die mögliche und logische Erklärung dafür, wenn eben der "Mensch" eh an allem "Schuldig" ist.

      Ich schimpfe überhaupt nicht, ich stelle lediglich fest, was diese ganze hysterische Debatte Diskussion mit sich bringt.

      Dann muss man halt die Konsequenzen tragen, wenn man der Meinung ist, "Ich bin ein Sünder".

      Entweder man wird sich bewusst darüber, dass das ganze Leben ein Umsatz Umformung von "Energie" ist, und es immer Verluste in der Bilanz geben wird, oder eben auch nicht.

      Und diese nicht genutzten "Verluste" zu minimieren, oder zu optimieren "Wirkungsgrad" da zeichnen "wir" meine "Gilde" verantwortlich, und nicht irgendwelche rosaroten Traumtänzer am Freitag mit Trommeln, die nur Forderungen stellen können, aber keinen Ansatz haben (außer den Konsum zu minimieren/optimieren)

      Andererseits wollen aber die Menschen in Arbeit und Brot sein. Was sollen die also Anbieten können, wenn die GUTEN diese Angebot begrenzen wollen ?!

      Warum soll ich nicht nach zB Griechenland fliegen, damit die Griechen Einnahmen (Umsatz) und somit Arbeit mit mir haben ?!

      Aus diesen Umsatz finanziert sich der Staat auch noch, mit Steuern und Abgaben !

      Wenn ich damit falsch liege, dann sage man es mir.

      Soll ich denn nun Oliven Importieren, damit GR Umsatz generiert und Arbeit hat, oder kann und darf ich nicht vor Ort den Umsatz für GR generieren ?

      Was wollt ihr also nun eigentlich ?!

      Das würde mich mal interessieren... die Weltbevölkerung darf wachsen und wachsen, will die Bedürfnisse befriedigt sehen, Müllberge produzieren, und auf der anderen Seite, soll das alles ohne Energie-Aufwand ohne Wirkungsgrad (Verlusten) von Statten gehen und alles am besten gleich Kompostierbar ?!

      Im Gegensatz zu manch anderen ist es mir klar, worüber ich rede. Nenn es Zynisch ist mir egal.

      So... und nun gehe ich mit meinem Rucksack zu Fuß einkaufen...

      Wenn ich das jeden Tag mache, dann habe ich mindestens 2 CO2 neutrale Flüge nach Sizilien sicher...

      Warum der Laden aber ne Klima am laufen hat, wegen der Kühlkette und sonst welchen Vorgaben und Normen darüber mach ich mir natürlich keine Gedanken.

      Die mache ich mir erst wieder am Montag, wenn es beruflich wieder um die Energieeffizienz geht, tja... die eine Fordern, und die anderen Realisieren eben.

      Aber mehr als Optimierung geht halt leider nicht.

      Und ich erwarte nur von meinen "Mitmenschen" dass sie überdenken, und hinterfragen, ob denn dieser GRÜNE Populismus der Sache auch gerecht wird.

    3. Marcus von Jordan
      Marcus von Jordan · Erstellt vor 3 Monaten ·

      du hast aufgegeben...andere halt noch nicht.
      Ja, es muss sich sehr viel mehr ändern, als dass das Fliegen teurer und oder ökologisch verträglicher und oder weniger werden muss. Aber deshalb muss es das immer noch.

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