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Volk und Wirtschaft

Gunnar Sohn
Wirtschaftsjournalist, Blogger, Moderator, Livestreamer, Dozent
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piqer: Gunnar Sohn
Montag, 03.02.2020

Simples Abzählen von Fachartikeln führt nicht zu besserer Forschung

Man kann die Kritik an der Dominanz von amerikanischen Journalen in der Wirtschaftswissenschaft als Provinzialismus abtun. So hat es Christian Dustmann, Professor für Economics am University College London, in einem Gastbeitrag für die FAZ zelebriert. Dabei geht es gar nicht um nationale Befindlichkeiten, Mister Dustmann. Es geht um die Erbsenzähler-Mentalität bei der Bewertung von wissenschaftlicher Reputation. Und das stößt nicht nur in Deutschland auf Gegenwind. Darauf macht Norbert Häring in einem Blogbeitrag aufmerksam: „Wissenschaftler werden immer mehr anhand der mit Punkten bewerteten Menge ihrer Fachaufsätze bewertet. Das funktioniert aus vielen Gründen nicht gut. Einen Grund haben nun italienische Ökonomen mit einem empirischen Nachweis versehen. Die vermeintlich objektiven Systeme sind anfällig für Manipulation.“

Zu den "bibliometrischen" Maßen zählen die Anzahl wissenschaftlicher Fachaufsätze und der Häufigkeit, mit der die Fachaufsätze in anderen Aufsätzen erwähnt werden. Ein schwerwiegendes Problem sei die zunehmende Macht der Herausgeber einiger weniger besonders punkteträchtiger Zeitschriften. „Das macht das System nicht nur potenziell unfair, es könnte auch neue Ideen behindern, weil Wissenschaftler zusätzlich abgeschreckt werden könnten, neue Ansätze und Ideen zu verfolgen, die die Errungenschaften des Establishments des jeweiligen Fachgebiets in Frage stellen“, schreibt Häring.

Häring zeigt auf, dass man auch ohne simples Abzählen von Aufsätzen oder Zitierungen auskommen kann, wenn man über Einstellungen, Beförderungen oder Vergabe von Forschungsmitteln entscheidet. Das wurde auf dem Dora-Kongress deutlich. „Dort berichtete unter anderem Frank Miedema unter dem Titel 'Weniger Zahlen, bessere Wissenschaft', von dem System, das die Mediziner der Universität Utrecht vor etwa fünf Jahren eingeführt haben, um vom bequemen Blick auf Publikationsranglisten weg zu kommen.

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