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Volk und Wirtschaft

Mehr Schulden denn je

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

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Eric BonseSamstag, 31.12.2016

In Deutschland tickt die Schuldenuhr wieder langsamer, Schäubles "schwarze Null" sei dank. Doch weltweit wurden 2016 mehr Schulden aufgenommen denn je. Konzerne und Staaten haben Kredite in Höhe von 6,6 Billionen Dollar aufgenommen - und damit den alten Rekord von 2006 eingestellt.

Droht deshalb nun gleich eine neue Finanzkrise? Nein. Wenn die Kredite in produktive Anlagen investiert werden, besteht keine Gefahr. Wenn sie jedoch vor allem dazu dienen, riskante Investitionen abzusichern - wie in der Subprime-Krise - dann wird es brenzlig. 

Entscheidend ist, was 2017 in den USA passiert. Die US-Notenbank Fed hat gerade zum zweiten Mal die Zinsen erhöht. Das dämpft die Schuldenaufnahme. Seit Donald Trumps Wahlsieg steigen außerdem die Renditen der US-Staatsanleihen - auch das sollte zur Beruhigung beitragen.

Mehr Schulden denn je

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