Kanäle
Jetzt personalisiertes
Audiomagazin abonnieren
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Volk und Wirtschaft

Made in Germany – weiterhin ein Markenversprechen?

Anja C. Wagner
Bildungsquerulantin
Zum piqer-Profil
Anja C. WagnerSonntag, 21.11.2021

Man kann sich dieser Tage angesichts des Politik-Chaos doch die Augen reiben, wenn man liest, Deutschlands Marke in der Welt sei weiterhin auf Platz 1 des Anholt-Ipsos Nation Brands Index

Dieser Index misst – basierend auf 60.000 weltweiten Interviews – die Stärke und Qualität der nationalen Marken anhand von sechs Faktoren: Export, Regierungsführung, Kultur, Tourismus, Menschen sowie Einwanderung und Investitionen.

Und warum ist Deutschland weiterhin so gut angesehen? 

"Die Befragten aus aller Welt sind besonders positiv gestimmt, was den Kauf deutscher Produkte, die Attraktivität von Investitionen in deutsche Unternehmen, die Beschäftigungsfähigkeit der Deutschen, die Arbeit der deutschen Regierung zur Armutsbekämpfung und herausragende Leistungen im Sport angeht", so Ipsos.

Okay, die Befragung war VOR der vierten Corona-Welle und sicherlich auch dem deutschen bisherigen Corona-Management bzw. dem Impfstoff-Wunder von BioNTech zu verdanken. Da waren sie wieder, die deutsche Effizienz und Innovationskraft, vor dem Hintergrund halbwegs geordneter politischer Abwicklung – im Vergleich zu anderen Staaten. 

Made in Germany

Deutschlands Bild in der Welt reicht weit bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Zu Beginn der Industrialisierung ahmten deutsche Hersteller(*innen) gerne britische Produkte für den Export in die Kolonialländer nach, allerdings mit mangelhafter Qualität. Um im Konkurrenzkampf mit den billigeren Anbietern nicht unterzugehen, prägte die britische Regierung daraufhin den Slogan "Made in Germany" – als Hinweis auf die schlechte Qualität.

Da aber die deutschen Hersteller schnell hinzulernten, wurde dieser Qualitätshinweis zum positiven Markenbild für viele deutsche Produkte. Denn die Qualität war oft besser als die der anderen. Daraus leitete sich eine erhöhte Nachfrage ab und damit das schnelle Wachstum der deutschen Industrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Bis heute ist "Made in Germany" ein Markenversprechen, auf dessen Welle viele der hiesigen Anbieter*innen der analogen Welt reiten. 

Aber dann schwappte die digitale Welle über Deutschland hinweg. Und der Zweifel der Bevölkerung an der politischen Handlungsfähigkeit und Innovationskraft schwand dahin. Allerorten offenbaren sich systemische Sackgassen aufgrund der Komplexität und man fragt sich, wie eine moderne deutsche Volkswirtschaft vor der Folie der Klimakrise ausschauen könnte – und erst recht ein strategischer Weg dorthin.

Was lernen wir daraus?

Bei aller berechtigten Kritik und Häme in den Timelines der sozialen Netzwerke: 

Wir leben ganz sicher in einem soliden Land mit vielen Talenten und Möglichkeiten. Andernorts sieht es nicht viel besser aus. 

Inwiefern wir hier einen guten Weg in Richtung vielfältiger Krisenbewältigungen und notwendiger Reformen gehen können, bleibt zwar weiterhin unbestimmt. Aber vielleicht können wir uns an dem Bild auf uns von außen etwas aufrichten und Mut fassen?! 

Made in Germany – weiterhin ein Markenversprechen?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · vor 12 Tagen

    Interessant.
    Ich habe ja schon quasi immer den Verdacht, dass übermäßiges Geunke über Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft sowieso größtenteils der Angst-Narrativ libertärer politischer Kräfte ist, um eine Gegenposition zu solidarischer Teilhabe aufzubauen. Seit immer drohen uns China und Indien überhaupt in allem den Rang abzulaufen - so richtig passiert ist ja irgendwie noch nicht oder?

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Volk und Wirtschaft als Newsletter.

Abonnieren

Deine Hörempfehlungen
direkt aufs Handy!

Einfach die Hörempfehlungen unserer KuratorInnen als Feed in deinem Podcatcher abonnieren. Fertig ist das Ohrenglück!

Öffne deinen Podcast Feed in AntennaPod:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Downcast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Instacast:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Apple Podcasts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Podgrasp:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Bitte kopiere die URL und füge sie in deine
Podcast- oder RSS-APP ein.

Wenn du fertig bist,
kannst du das Fenster schließen.

Link wurde in die Zwischenablage kopiert.

Öffne deinen Podcast Feed in gpodder.net:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.

Öffne deinen Podcast Feed in Pocket Casts:

Wenn alles geklappt hat,
kannst du das Fenster schließen.